Gelbbauchunke ist „Lurch des Jahres“

Wien. „Ihre natürlichen Lebensräume hat diese Amphibienart weitgehend verloren“, sagte Dagmar Schratter, Direktorin des Wiener Tiergartens Schönbrunn. Noch finde man sie aber in Lehmgruben, Steinbrüchen und geschlägerten Waldflächen. Die Ehrung haben die fünf Zentimeter kleinen Unken glatt verschlafen: Sie halten noch bis Ende März Winterruhe.

Von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) wegen der wachsenden Bedrohung zum „Lurch des Jahres“ gewählt, wird die Gelbbauch­unke heuer auch vom Wiener Zoo in neuen Broschüren ins Rampenlicht gerückt. „Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen zählen die Pflege vorhandener Laichgewässer, das Anlegen von neuen Gewässern sowie die Vernetzung ihrer Lebensräume“, sagte Schratter. Der Tiergarten Schönbrunn achte außerdem bei der Planung neuer Anlagen darauf, Lebensräume für bedrohte heimische Amphibien zu schaffen.

In einer Wasserlacke sind Gelbbauchunken mit ihrer lehmfarbenen Oberseite kaum zu erkennen. Der gelb-schwarz gemusterte Bauch hingegen dient ihrem einzigartigen Abwehrverhalten, dem „Unkenreflex“. Dabei biegt sich das Tier nach oben und erschreckt Feinde mit der leuchtend gelben Körperpartie.

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