Vorentscheidung im Derby

Im Derby ­zwischen Lustenau und Feldkirch zählt für beide Ländle-Kontrahenten nur ein voller Erfolg. Auch der dritte Vorarlberger INL-Vertreter, der EHC Bregenzerwald, steht unter Siegzwang.

GÜNTHER BÖHLER

Kurz vor Ende des Grunddurchgangs steigt heute in der Rheinhalle (Beginn 20.20 Uhr) ein Vorarlberg-Duell mit ganz besonderer Brisanz. Sowohl für Hausherr EHC Lustenau als auch für die VEU Feldkirch geht es um drei enorm wichtige Punkte für den möglichen Einzug in die „Master Round“ der Top-Fünf nach 28 Runden. Die fünf Erstplatzierten, die in der Zwischenrunde um den Heimvorteil und die freie Gegnerwahl im Viertelfinale spielen, sind nämlich bereits fix für das Play-off qualifiziert.

„Dieses Spiel, das erste von drei Spielen vor eigenem Publikum, ist enorm wichtig für uns. Ein Sieg ist schon die halbe Miete für die Teilnahme an der Master Round“, hebt EHC-Headcoach Timo Keppo hervor. In dieselbe Kerbe schlägt sein Gegenüber Milos Holan, der nach der überraschenden 4:5-Niederlage in Laibach noch um den direkten Einzug ins Play-off bangen muss. „Mit einem vollen Erfolg in Lustenau sind wir mit dabei. Doch dazu müssen wir uns, besonders das erste Drittel in Laibach war schlecht, ordentlich steigern“, lässt der Tscheche wissen. Und für beide Trainer liegt der Fokus nur auf dem heutigen Derby. „Für uns gilt jetzt step by step. Die letzten zwei Partien sind noch kein Thema“, so der O-Ton aus dem Lustenauer und auch Feldkircher Lager.

Mehr Druck

Apropos letzte Partien: Da die Lustenauer noch die Nachzügler Maribor und Celje empfangen, liegt mehr Druck bei den Feldkirchern. Die Holan-Truppe bekommt es zum Abschluss am nächsten Wochenende zu Hause mit Zell am See und tags darauf auswärts mit Gröden zu tun. Sowohl die Eisbären als auch die Südtiroler sind ebenfalls im Rennen um einen fixen Platz für die „Master Round“. Eine Teilnahme in der Qualifikationsrunde wäre zwar für beide Ländle-Kontrahenten kein Beinbruch, doch in Anbetracht der ansteigenden Formkurven von Jesenice, Laibach und Meran kann kein Spaziergang angenommen werden.

„Da muss man aufpassen. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Teams besser und besser. Doch so weit wollen wir es gar nicht kommen lassen!“, stellt Holan treffend fest. „Es ist vorne alles ziemlich eng. Die Fans, ich vermute die Halle ist ausverkauft, werden sicher voll auf ihre Kosten kommen“, verspricht Hausherr Keppo, der mit Dornbirn-Leihgabe David Slivnik eine Verstärkung dazubekommen hat. Der 26-Jährige, der wegen einer Gehirnerschütterung seit November pausierte, wird beim EHC wieder Spielpraxis sammeln.

Talentierte Youngsters

Zudem vermelden die Lustenauer die Comebacks von Thomas Auer und Dominik Oberscheider, die beide verletzt waren. Somit fehlen nur Marco Zorec und Julian Grafschafter, für den die Saison nach seinem Kreuzbandriss vorzeitig beendet ist. Bei den Feldkirchern vermeldet Holan „Alle Mann an Bord“ und somit können beide Teams bei diesem Eishockey-Event auf vier Linien zurückgreifen. „Auch die ganz jungen Cracks werden wieder Eiszeit bekommen“, verspricht Keppo, der mit Lucas Haberl, Timo Demuth (beide 15), Fabian Mandlburger (16) und Dominic Haberl (17) gleich vier talentierte Youngsters in seinen Reihen hat.

Verlieren verboten

Der Dritte im Bunde, der EHC Bregenzerwald, muss am heutigen Spieltag nach Meran. Da es für die Wälder bereits der vorletzte Auftritt im Grunddurchgang ist, heißt es im Hinblick auf die „Master Round“ Verlieren verboten. Bei einer Niederlage in Südtirol muss der amtierende Meis­ter fast schon sicher in die Qualifikation für das Play-off.

EHC Palaoro Lustenau – FBI
VEU Feldkirch. Rheinhalle, 20.20 Uhr

HC Meran – EHC Bregenzerwald. Eishalle Meran, 19.30 Uhr

Außerdem: Neumarkt – Gröden, Eppan – Jesenice, Zell am See – Maribor, Bled – Celje, Kranj – Laibach

Tabelle

1. Gröden 25 113:57 56

2. Eppan 25 90:46 55

3. Feldkirch 25 130:66 54

4. Neumarkt 25 102:50 54

5. Zell 25 103:61 52

6. Lustenau 25 93:76 51

7. B’wald 26 83:62 50

8. Jesenice 25 100:64 41

9. Laibach 25 74:81 36

10. Kaltern 25 88:87 33

11. Meran 25 85:87 30

12. Kranj 26 69:96 27

13. Maribor 25 66:134 14

14. Celje 25 59:143 9

15. Bled 25 42:187 5

Nächste Runde, Freitag, 17. Jänner:
Gröden – Bled. Samstag: Feldkich – Zell am See, Lustenau – Maribor, Laibach – Eppan, Meran – Celje, Kaltern – Jesenice

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