Letzter Härtetest vor Sotschi

Viktor Pfeifer startet heute mit dem Kurzprogramm in die Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Budapest. Die Teilnehmer befinden sich bereits auf dem Weg zur Olympiaform.

MICHAEL PROCK

Manche Menschen sammeln Briefmarken, manche diese kleinen Figuren aus dem Kinderüberraschungsei, andere wiederum Souvenirs. Viktor Pfeifer ist ebenfalls Sammler. Vorarlbergs Eiskunstlauf-Aushängeschild sammelt Vielfliegermeilen, wenn auch nicht bewusst. Vergangene Woche war er noch in Bosten bei den US-Nachwuchsmeisterschaften, um zu sehen, wie sein Schützling den Sprung aufs Podest schaffte. Seit Sonntagabend weilt der nahe Philadelphia wohnhafte Feldkircher in Budapest, um sich für die Eiskunstlauf-Europameisterschaften vorzubereiten. Heute Mittag geht’s los.

Die Leistungsdichte wird höher sein als normal, da sich die Teilnehmer langsam ihrer Olympiaform nähern. Im Idealfall. Auch Pfeifer hat sich schon einiges vorgenommen: „Eine Platzierung unter den Top-12 wäre phänomenal. Wenn alles glatt geht, aber machbar. Ich kann nur meine Konkurrenten nicht genau einschätzen. Das Training hat gezeigt, dass einige schon richtig gut in Form sind.“ Für den 26-Jährigen gebürtigen Grazer wäre eine Platzierung jenseits der Zwölf allerdings auch kein Beinbruch: „Besser, ich kann dann in Sotschi meine Topleistung abrufen.“

Edelfan dabei

Den Montag und den Dienstag nützte Pfeifer für intensive Trainingseinheiten auf dem Eis. Heute pausiert er: „Ich muss meine Akkus noch einmal aufladen, damit ich zum Kurzprogramm fit bin. Ich freue mich schon sehr darauf.“ Ganz ideal verlief die Vorbereitung nicht. Pfeifer musste das Hotelzimmer wechseln. „Es gab ein kleines Geruchsproblem mit dem Abfluss. Aber die Menschen hier sind sehr hilfsbereit“, erzählt er.

Auch Pfeifers Edelfan ist bereits in Budapest gelandet. Die Japanerin folgt dem Feldkircher auf Schritt und Tritt: „Sie ist ein sehr treuer Fan. 2006, in meinem Tief, kam sie mich sogar in den USA mal bei einem Wettkampf besuchen und anfeuern.“

Sotschi ist nur am Rand ein Thema: „Ich denke von Tag zu Tag“, erklärt Pfeifer. Heute das Kurzprogramm, am Samstag die Kür. Direkt nach den Europameisterschaften fliegt Pfeifer wieder nach Philadelphia. Um sich noch einmal intensiv auf Sotschi vorbereiten zu können. Denn dann zählt nur noch: Olympia 2014.

In drei Wochen startet der Flieger nach Russ­land. Vielfliegermeilen inklusive.

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