Olympischer Geist in Bürs

Bis 30. Jänner gastiert im Bürser Zimbapark eine Roadshow mit vielen Erinnerungsstücken an heimische Erfolge bei den Winterspielen. ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel sowie Andrea Tagwerker, Egon Zimmermann und Markus Prock im Gespräch.

Wie lässt sich der Mythos rund um die Olympischen Spiele erklären?

ANDREA TAGWERKER: So wirklich erklären lässt er sich nicht. Ich habe es als Athletin sehr genossen bei den Spielen dabei zu sein. Ich erinnere mich lebhaft an die Eröffnungszeremonie in Calgary. All die Nationen, all die Sportler – der Geist, der bei den Spielen herrscht, ist faszinierend. Und: So sehr ich mich über meine Bronzemedaille gefreut habe, was du damit erreicht hast, realisierst du erst später. Zum Beispiel jetzt, wo meine Kinder so stolz auf mich sind.

EGON ZIMMERMANN: Bei mir jährt sich mein Olympiasieg zum 50. Mal. Solange ist mein Sieg schon her und doch hat er noch den gleichen Wert wie damals. Das macht den Mythos Olympia aus.

MARKUS PROCK: Der Mythos Olympia hat mich schon als Kind gepackt. Ich habe die Spiele immer im Fernsehen verfolgt. Der schönste Moment war der Sieg von Franz Klammer. Er war mein Held, sein Sieg war was Besonderes für mich.

PETER MENNEL: Mein Lieblingsmoment ist ebenfalls der Sieg von Franz Klammer. Weil ich damals als Volunteer der Fahrer vom Direktor des amerikanischen Fernsehens war und seinen Sieg hautnah miterlebte.

ZIMMERMANN: Ja, der Klammer. Ein großartiger Moment. Mich hat am meisten Toni Sailer in Cortina beeindruckt. Er hat alles gewonnen, er war mein Idol.

TAGWERKER: Mir sind die Siege der Vorarlberger besonders in Erinnerung. Vor allem der von Anita Wachter. Ich bin in Calgary mit ihr im Auto zur Siegerehrung gefahren und dachte: Da will ich auch mal dabei sein.

Herr Prock, Sie sind zum dritten Mal als Mannschaftsführer der Rodler bei Olympia dabei. Wie groß ist Ihre Anspannung vor den Spielen?

PROCK: Der Druck, den ich als Sportler hatte, war wesentlich größer. Wenngleich für uns Rodler ein erfolgreiches Abschneiden bei den Spielen aufgrund der Förderungen und Sponsoren besonders wichtig ist. Eine Medaille ist ein gutes Argument dafür, dass diese Gelder gut angelegt sind.

Herr Mennel, werden wir sichere Spiele erleben?

MENNEL: Ja. Die Sicherheitsvorkehrungen sind umfassend. Leute vom Innenministerium werden in Sotschi vor Ort sein, außerdem sind auch zwei Personen von der Cobra mit dabei.

Interview: Hannes Mayer

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