Bankomat-Zahlung schon vor Franken-Freigabe 1:1 abgerechnet

Konsumentenschützer raten, Kontoumsätze genau zu prüfen, ob Umrechnung stimmt.

Wien/bern. Die massive Aufwertung des Schweizer Franken verteuert den Urlaub im Nachbarland seit dem 15. Jänner um ein Fünftel. Böse Überraschungen kann es aber auch für jene geben, die kurz vor der Franken-Freigabe in der Schweiz mit Bankomat- oder Kreditkarte zahlten. Der Austria Presse Agentur (APA) liegt ein Fall vor, bei dem bei neun Bankomat-Zahlungen zum Jahreswechsel sieben zur Kursparität abgewickelt wurden.

Durch den schlechteren Kurs ist dem Bank-Austria-Kunden ein Schaden von 50 Euro entstanden. Der Fall werde geprüft. Ein Pressesprecher verwies auf die Payment Services Austria (PSA), die für alle österreichischen Banken die Umrechnung von Fremdwährungstransaktionen macht. Dort betonte man, dass die Buchungen zum jeweiligen Tageskurs, an dem die Zahlung einlangt, umgerechnet würden.

Genau prüfen

Konsumentenschützer von AK und VKI können sich den konkreten Fall nicht erklären. In der Regel würden die Buchungen am selben und nicht erst nach einigen Tagen übertragen. Sie raten dazu, die Umsätze zu kontrollieren und sich an die Bank zu wenden, falls die Umrechnung nicht stimmt.

Ein Erklärungsansatz könnte sein, dass die Zahlungen nicht sofort weitergeleitet worden sind, sondern gesammelt wurden. Das betreffe aber eigentlich nur Kreditkartenumsätze, erklärte AK-Experte Christian Prantner auf Anfrage. Das sei früher, als sogenannte Imprinter – besser bekannt als „Ritschratsch-Geräte“ – noch weiter verbreitet waren, ein größeres Problem gewesen als heute.

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