Sport

Bittere Heimpleite für den FC Dornbirn

05.06.2020 • 22:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Ex-Lusten­auer Marcel Canadi (l.) und Marco Stark (r.) stoppten FCD-Angreifer Lukas Fridrikas. <span class="copyright">Gepa/Lerch</span>
Die Ex-Lusten­auer Marcel Canadi (l.) und Marco Stark (r.) stoppten FCD-Angreifer Lukas Fridrikas. Gepa/Lerch

Mit 0:4 gegen Amstetten ging Dornbirns Re-Start völlig daneben.

Das war ein Fußballabend in Dornbirn, der aus Sicht der Gastgeber zum Vergessen war. Nach recht gutem Beginn verlief das Duell gegen den SKU Amstetten total auf der schiefen Ebene. Am Ende setzte es im ersten Spiel nach der Corona-Pause eine 0:4-Heimniederlage. Es waren aber nicht nur verlorene Punkte im Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz. Mit Lukas Fridrikas und Deniz Mujic, die Rot beziehungsweise Gelb-Rot sahen, verlor man auch zwei Offensivkräfte zur die kommenden Aufgaben.

FCD drängt – SKU trifft

Die Amstetter setzten im Geisterspiel auf der Birkenwiese den ersten Akzent. Marcel Canadi (4.) beförderte einen Kopfball knapp über das Gehäuse. Dann aber waren die Hausherren an der Reihe. Die beste Möglichkeit in einer kurzen Drangperiode, in der die Dornbirner drei Ecken herausholten, hatte Deniz Mujic (6.). Er scheiterte aber an SKU-Keeper Dennis Verwüster. Durch den Führungstreffer der Niederösterreicher in Minute 18 wurde der Spielverlauf somit auf den Kopf gestellt. Canadi konnte völlig unbedrängt von links flanken und David Peham setzte den Ball aus kurzer Dis­tanz unter die Querlatte.
Die Mader-Truppe brauchte eine Zeit lang, um diesen Dämpfer wegzustecken, doch nach den Versuchen von Egzon Shabani (24.) und Mujic (32.) war man wieder im Spiel. Aber erneut machten es die Mostviertler, die geschickt verteidigten, vor. In der 42. Minute enteilte Daniel Maderner auf der rechten Seite Leonardo Zottele und FCD-Goalie Maximilian Lang konnte den Schuss des gegnerischen Stürmers nur kurz abwehren. Canadi, der erst im Februar von Austria Lustenau nach Amstetten wechselte, vollendete zum 2:0.

Fridrikas sieht Rot

Und Dämpfer Nummer drei für die Messestädter ließ nicht lange auf sich warten. Noch vor dem Wechsel sah Lukas Fridrikas nach einem groben Foul an Sebastian Dirnberger glatt Rot. In den zweiten 45 Minuten lief bei den Messestädtern in Unterzahl recht wenig zusammen. Die Fallmann-Equipe bestimmte das Geschehen nach Belieben und Maderner (65.), der kurz nach der Pause an der Torumrandung gescheitert war, machte mit dem dritten Treffer schon vorzeitig alles klar. Nur sechs Minuten später folgte eine fast mühelose Draufgabe der Gäste. Wie schon beim ersten Treffer zeigte sich Peham, dieses Mal mit dem Fuß, verantwortlich.
Mit diesem 0:4 waren die Rothosen schlussendlich noch gut bedient, denn mit Mujic musste in der 83. Minute ein weiterer Akteur verfrüht unter die Dusche. Chefcoach Markus Mader muss daher am Mittwoch in Kapfenberg auf zwei Stammspieler verzichten.

Mader enttäuscht

„Nach solch einem Spiel ist eine Analyse direkt nach dem Abpfiff schwer. Klar ist, dass es viele Unzulänglichkeiten in der Defensive gab und wir in der Offensive harmlos waren“, ließ Mader enttäuscht wissen. „Die lange Matchpause gilt als Ausrede nicht. Das war bitter! Das Verhalten besonders bei den ersten zwei Gegentoren war nicht liga­tauglich.“
Grund zur Freude hatte hingegen Amstettens Vorarlberg-Legionär Marco Stark. „Am Anfang machte Dornbirn Druck, doch dann lief das Spiel total für uns. Wir haben in Folge unsere Chancen eiskalt ausgenutzt“, so der Bludenzer, der bei den Niederösterreichern als Kapitän und Abwehrchef auflief.