Sport

Ein Deutscher soll es richten

30.07.2020 • 18:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alexander Kiene heißt der neue Trainer von Austria Lustenau. <span class="copyright">verein</span>
Alexander Kiene heißt der neue Trainer von Austria Lustenau. verein

Alexander Kiene ist neuer Trainer der Lustenauer Austria.

Es wurde schließlich der Wunschkandidat, trotz langer Suche. Fast genau einen Monat nach der einvernehmlichen Trennung von Roman Mählich hat Austria Lustenau mit Alexander Kiene einen neuen Cheftrainer gefunden. Der Deutsche erhielt einen Zwei-Jahres-Vertrag und wird die Grün-Weißen ab der kommenden Saison trainieren. Kiene passte in das Anforderungsprofil der Lustenauer, er ist ein junger Trainer mit klarem Konzept und kommt ohne „Vorbelastung“ einer Spielerkarriere bei der Austria in die Stickergemeinde.
Nach längeren Gesprächen waren sich der „Fußball-Lehrer“ und der Zweitligist bereits in der Vorwoche einig geworden, doch Kiene musste zunächst seine berufliche Situation klären. Der 42-Jährige war bis zuletzt neben seiner Trainertätigkeit hauptberuflich als Lehrer an einer Gesamtschule für Sport und Englisch tätig.
Allerdings strebte der Hannoveraner nach der erfolgreichen Erlangung der „Fußball-Lehrer-Lizenz“ (gleichbedeutend mit der UEFA-Pro-Lizenz) im März 2019 eine Karriere als Trainer im Profifußball an. Das ist auch der Grund, warum Kiene seinen Vertrag beim VfB Oldenburg nicht verlängerte. Mit dem niedersächsischen Traditionsverein lag der neue Austria-Coach beim Abbruch der Regionalliga Nord auf dem achten Rang.

Letzter Auftritt von Ronivaldo im Trikot der Grün-Weißen. <span class="copyright">GEPA</span>
Letzter Auftritt von Ronivaldo im Trikot der Grün-Weißen. GEPA

Testspiel gegen Bremen


Die aktive Karriere Kienes endete nach einigen Jahren im Amateurfußball aufgrund einer Verletzung frühzeitig im Alter von 30 Jahren. Seit 2014 arbeitete der Deutsche bei Rehden, Havelse und Oldenburg bei unterschiedlichen Klubs in der Regionalliga Nord. Vor seinem Engagement in Oldenburg nahm er sich eine Auszeit, um die Ausbildung abzuschließen und bei Vereinen wie Werder Bremen oder dem FC Barnsley zu hospitieren. „Dass ich in Bremen Florian Kohfeldt und in Barnsley Daniel Stendel über die Schultern schauen durfte, ist extrem viel wert. Jetzt geht es darum, meine neuen Erkenntnisse aus dem kompletten Fußball-Lehrer-Lehrgang auf meine eigene Trainerarbeit zu übertragen“, sagte der Kiene in einem Interview mit fussball.de im Sommer 2019. Mit dem Bundesligisten aus Bremen kommt es bereits am 24. August zu einem Wiedersehen. Dann trifft die Austria in Zell am Ziller (Tirol) in einem Testspiel auf Werder.

Im Hinspiel setzte es eine 0:2-Niederlage für Lustenau. <span class="copyright">GEPA</span>
Im Hinspiel setzte es eine 0:2-Niederlage für Lustenau. GEPA

Mit dem bisherigen Staff

Ein Wiedersehen gibt es für Kiene auch in der kommenden Saison in der 2. Liga. Denn mit dem neuen Wacker-Innsbruck-Trainer Daniel Bierofka absolvierte Kiene gemeinsam die Trainer­ausbildung. Die Tiroler gehen nach den Verpflichtungen unter anderem der Austrianer Ronivaldo und Darijo Grujcic als große Favoriten in das Aufstiegsrennen 2021.
„Wir haben uns bewusst Zeit für die Entscheidung genommen, um einen Trainer zu finden, der genau in das Anforderungsprofil, zum Verein und zur Kooperation mit Core Sports Capital passt. In den Gesprächen hat uns Alex mit seiner Art Fußball zu denken, seiner Persönlichkeit und der Art und Weise wie er gemeinsam mit uns den Verein entwickeln will, überzeugt“, sagte Austria-Sportvorstand Valentin Drexel über die Verpflichtung des neuen Trainers.
Kiene wird voraussichtlich keinen Co-Trainer mitbringen und mit dem bisherigen Interimstrainer Tamas Tiefenbach (Co-Trainer) und Torwarttrainer Mathias Nesler zusammenarbeiten. Heute wird der Deutsche offiziell vorgestellt, beim letzten Saisonspiel gegen Amstetten sitzt er als Beobachter auf der Tribüne, sein Amt übernimmt er dann zum Trainingsauftakt im August.

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