Sport

Ein Anfang vor dem Ende

31.07.2020 • 23:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ronivaldo wurde als bester Spieler und Torschützenkönig ausgezeichnet. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Ronivaldo wurde als bester Spieler und Torschützenkönig ausgezeichnet. GEPA/lerch

Austria Lustenau verliert zum Abschluss gegen Amstetten mit 1:3.

Drei Stunden vor dem Anpfiff zum letzten Spiel der äußerst ereignisreichen Corona-Saison läutete Austria Lustenau bereits die neue Spielzeit ein. Die Grün-Weißen präsentierten ihren neuen Coach Alexander Kiene der Öffentlichkeit. Der Deutsche präsentierte sich einerseits ehrgeizig und zielstrebig, andererseits auch demütig vor der neuen Aufgabe. Das Wort „Aufstieg“ als Saisonziel nahmen weder Kiene noch Vorstandssprecher Bernd Bösch in den Mund. Der noch im Vorjahr angepeilte Zwei-Jahres-Plan wurde aufgrund zahlreicher Einflüsse wie die Corona-Krise ad acta gelegt.
Kiene verfolgte am Abend zum ersten Mal ein Austria-Spiel live im Stadion, heute geht es weiter zum Kooperationsverein Clermont Foot zum Gedankenaustausch unter anderem mit Pascal Gastien, dem Trainer des französischen Zweitligisten. Gesprochen wird dann sicherlich auch über die Neuzugänge der Austria, die schon bald vorgestellt werden – darunter könnte sich der belgische Juniorennationalspieler Brandon Baiye befinden.

Bernd Bösch und Neo-Trainer Alexander Kiene nahmen das Wort Aufstieg nicht in den Mund.  <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Bernd Bösch und Neo-Trainer Alexander Kiene nahmen das Wort Aufstieg nicht in den Mund. Stiplovsek

Einige Transfers

Verstärkungen wird es auch brauchen, wurden doch gestern insgesamt sieben Spieler vor Spielbeginn verabschiedet. Neben den Innsbruck-Transfers Ronivaldo (gestern nicht im Kader) und Darijo Grujcic werden auch Marcel Stumberger, Richard, Andy Reyes, Matheus Barbosa und Christian Schilling in der kommenden Saison nicht mehr zum Austria-Kader gehören. Schilling beendet seine Profikarriere und geht als Polizeischüler zum SV Zirl in die Tiroler Liga. Ein möglicher Ersatz für den Linksverteidiger ist Fabian Gmeiner. Der Dornbirner ist nach einem Gastspiel bei Sportfreunde Lotte aktuell vereinslos.

Fußball gespielt wurde auch noch, allerdings wenig erfolgreich aus Sicht der Grün-Weißen. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Fußball gespielt wurde auch noch, allerdings wenig erfolgreich aus Sicht der Grün-Weißen. GEPA/lerch

Enttäuschender Schluss

Die abschließenden 90 Minuten gegen Amstetten waren ein Spiegelbild der abgelaufenen Lustenauer Saison. Auf einige gute Momente folgten Rückschläge, meist bedingt durch individuelle Fehler oder schlechtes Defensivverhalten. Ohne Ronivaldo fehlte dem Team von Interimstrainer Tamas Tiefenbach außerdem die Durchschlagskraft nach vorne. Ersatz Lukas Katnik ließ jegliche Präsenz im Amstettener Strafraum vermissen und wurde nach einer Stunde ausgetauscht. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits mit 2:1, nachdem sie in der ersten Hälfte mehrfach von der Heim-Abwehr zum Torabschluss eingeladen wurden. Matthias Wurm hatte solch eine Offerte des Heimteams dankend angenommen und von der Strafraumgrenze die frühe Gäste-Führung erzielt (11.).
Für den Ausgleich brauchte es die Mithilfe der Niederösterreicher, deren Innenverteidiger Philipp Offenthaler eine Ranacher-Flanke ins eigene Tor abfälschte (22.). Nachdem Gäste-Keeper Felix Gschossmann mehrfach blendend gegen Thomas Mayer (26., 52.) und Alexander Ranacher (54.) parierte, gelang Philipp Gallhuber aus einem Getümmel die erneute Gästeführung (64.). In der Nachspielzeit fixierte Kenan Kirim noch der verdiente 1:3-Endstand. Immerhin feierte Patrik Eler nach 334 Tagen sein Comeback. Der Slowenen könnte Ronivaldo-Nachfolger werden. Bösch kündigte jedenfalls ein Vertragsangebot für Eler an.

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