Sport

Joker Fridrikas brachte den Erfolg

12.09.2020 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
GLukas Fridrikas war für Lukas Graf nur per Foul zu stoppen. <span class="copyright">Gepa</span>
GLukas Fridrikas war für Lukas Graf nur per Foul zu stoppen. Gepa

Der FC Mohren Dornbirn gewann zum Saisonauftakt beim GAK glücklich mit 1:0.

Von Johannes Emerich
johannes.emerich@neue.at
Exakt 57 Minuten waren gespielt, als Lukas Fridrikas sein Comeback nach einem Bänderriss feierte und das Spielfeld in der Grazer Merkur-Arena betrat. Zu diesem Zeitpunkt hatten seine Teamkollegen des FC Mohren Dornbirn eine einzige Halbchance herausgespielt und sich über weite Strecken tief in der eigenen Hälfte gegen den Grazer AK verbarrikadiert. Doch mit der Einwechselung von Fridrikas veränderte sich das Spiel völlig. Dornbirn hatte nun eine scharfe Waffe, die neun Minuten später den Hausherren Schmerzen bereiten sollte. Doch der Reihe nach.

Kaum Chancen vor der Pause

Markus Mader hatte seine Elf im gewohnten 4-2-3-1-System aufs Feld beordert, mit Mario Jokic, Lars Nussbaumer und Lukas Katnik standen drei Sommerneuzugänge in der Startformation. Doch die Startphase gehörte dem GAK. Das Team von Ex-Austria-Lustenau-Betreuer Gernot Plassnegger machte viel Druck, allerdings offenbarten beide Aufsteiger aus der Vorsaison spielerische Unzulängligkeiten, wodurch es kaum zu Torchancen kam. Wenn die Rotjacken sich doch einmal in den Dornbirn-Strafraum kombinierten, war Lucas Bundschuh zur Stelle.
Ein erster Aufreger ereignete sich nach einer halben Stunde – allerdings weit von den beiden Toren entfernt. ­FCD-Abwehrchef Jokic säbelte im Mittelfeld seinen Gegenspieler völlig unnötig um und holte sich die erste gelbe Karte der Partie ab.
Die erste Halbchance vergab schließlich Katnik, der sich an der Strafraumgrenze viel zu lange für den Abschluss Zeit ließ und vom GAK gestoppt wurde (41.). Unmittelbar vor der Pause hätte Peter Tschernegg nach einer Standardsituation die Führung der Grazer erzielen müssen, doch der Ex-St.-Gallen-Legionär verzog freistehend (45+1.).

Malin rettet auf der Linie

Mader brachte in der Pause Timo Friedrich für Lukas Allgäuer, das Spiel verändert sich allerdings erst zwölf Minuten später, als Fridrikas für Kircher eingwechselt wurde. Der Angreifer setzte am linken Flügel Akzente und war von den Gegenspielern kaum zu stoppen. Beim ersten Solo legte sich der 22-Jährige den Ball etwas zu weit vor (62.), im direkten Gegenzug hatte die Mader-Elf jedoch Glück. Petar Zubak scheiterte mit einer wuchtigen Direktabnahme an Dornbirn-Keeper Bundschuh, der angeschossen wurde.
Dann war es wieder Fridrikas, der sich in den GAK-Strafraum tankte, seinen Gegenspieler per Übersteiger ins Leere schickte und mit einer Hereingabe den freien Katnik fand. Mit viel Glück veredelte der Neuzugang von Austria Lustenau den Ball per ungewolltem Heber ins Tor der Grazer (76.). Fünf Minuten später hätte Fridrikas selbst beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, doch der Schlenzer des Niederösterreichers strich knapp am langen Eck vorbei.
Eine letzte Möglichkeit bot sich auch noch den Hausherren, doch Andreas Malin kratzte einen Schuss von Philipp Schellnegger per Kopf von der Linie (86.). Der FCD-Saisonstart ist geglückt, ehe am Freitag Austria Klagenfurt auf der Birkenwiese antritt.

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