Sport

Unnötige Niederlage für Mader-Truppe

30.09.2020 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Trotz Überlegenheit taten sich die Rothosen gegen die Wiener schwer. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Trotz Überlegenheit taten sich die Rothosen gegen die Wiener schwer. GEPA/lerch

Dornbirn unterliegt gegen die zweite Garnitur von Rapid Wien mit 1:2.


Das hat man sich im Lager des FC Dornbirn sicherlich ganz anders vorgestellt. Statt dem erhofften ersten Heimsieg gegen den 2. Liga-Nachrücker aus der Regionalliga Ost, Rapid Wien II, mussten sich die Messestädter in der Meisterschaft erstmals geschlagen geben. Für den Übungsleiter der Rothosen, Markus Mader, war es eine völlig unnötige Niederlage. „Wir waren die ganze Partie drückend überlegen, aber es sollte nicht sein. Im letzten Drittel haben wir oft die falschen Entscheidungen getroffen. Die jungen Rapidler – Kompliment an sie – haben sich gut präsentiert.“ Zudem stieß dem 52-Jährigen sauer auf, dass man vor der Partie als Favorit gehandelt wurde. „Wir müssen am Boden bleiben. In dieser Liga kann jeder gegen jeden gewinnen.“

Erstmals gab es in dieser Saison keine Punkte für Aaron Kircher (l.) und Co. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Erstmals gab es in dieser Saison keine Punkte für Aaron Kircher (l.) und Co. GEPA/lerch

Frühes, haltbares 0:1

Die Gäste aus der Bundeshauptstadt erwischten auf der Birkenwiese einen Auftakt nach Maß. Nach sieben Minuten überraschte Dragoljub Savic den Dornbirner Schlussmann Lucas Bundschuh mit einem Schuss aus der Distanz und brachte den Liganeuling mit 1:0 in Front. Kurz darauf fast der Ausgleich. Betonung auf fast, denn Lukas Fridrikas (8.) scheiterte aus spitzem Winkel an Rapid-Goalie Niklas Hedl.
Im weiteren Verlauf übernahmen die Hausherren immer mehr das Kommando, doch zunächst war an der 16er-Linie Endstation. Nach genau einer halben Stunde jedoch drang Fridrikas in den Strafraum ein und kam im Zweikampf mit Lukas Sulzbacher zu Fall. Die Pfeife von Schiedsrichter Arnes Talic blieb aber stumm. Nur zwei Zeigerumdrehungen später ertönte aber an selber Stelle das Arbeitsgerät des Unparteiischen. Lukas Katnik war von Denis Bosnjak umgerissen worden.

Egzon Shabani kommt am Rapid-Kapitän vorbei. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Egzon Shabani kommt am Rapid-Kapitän vorbei. GEPA/lerch

Fridrikas vergibt Elfmeter

Fridrikas – er verwandelte beim 3:3 am letzten Samstag in Amstetten gleich drei Mal (Anm.: Inklusive Wiederholung) vom Elfmeterpunkt bombensicher – trat an, doch Hedl tauchte genau in die linke untere Ecke. Dasselbe machte er auf der anderen Torseite bei einem Freistoß von Egzon Shabani in der 37. Minute.
Von den Youngsters des österreichischen Rekordmeisters war zu diesem Zeitpunkt nicht viel zu sehen. Kurz vor der Pause jedoch ein schneller Angriff über Bosnjak, der ideal auf Bernhard Zimmermann servierte. Bundschuh stürmte energisch aus seinem Gehäuse, erwischte aber sowohl Mann und Ball. Wieder zeigte Talic auf den ominösen Punkt, von dem Mustafa Kocyigit kompromisslos den 2:0-Pausenstand herstellte.

In der Tabelle stehen die Rothosen auf dem neunten Platz.<span class="copyright"> GEPA/lerch</span>
In der Tabelle stehen die Rothosen auf dem neunten Platz. GEPA/lerch

Traumtor ist zu wenig

In der zweiten Halbzeit, Mader verstärkte mit der Hereinnahme von Tom Zimmerschied die Offensive, waren die Dornbirner sofort am Drücker. Möglichkeiten blieben aber vorerst Mangelware, denn die Schützlinge von Steffen Hofmann machten hinten dicht. So war ein sehenswerter Freistoßtreffer von Christoph Domig (65.) notwendig, um auf 1:2 zu verkürzen. Er beförderte das Spielgerät aus 25 Metern in die Maschen.
Knapp zehn Minuten später setzten die Dornbirn-Anhänger unter den 500 Zuschauern, mehr durften bekanntlich nicht ins Stadion, schon zum Torjubel an. Fridrikas (76.), der wuchtig abzog, fand aber erneut in Hedl seinen Meister. Und beim Rebound hatte Domig sein Visier nicht mehr so scharf eingestellt. Das war es dann aber auch und somit gab es zum ersten Mal in dieser Saison nichts Zählerbares für das Ländle-Team.

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