Sport

Austria Lustenau erhält keine Lizenz

14.04.2021 • 11:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bernd Bösch zeigte sich überrascht von der Entscheidung der Bundesliga. <span class="copyright">hartinger</span>
Bernd Bösch zeigte sich überrascht von der Entscheidung der Bundesliga. hartinger

Der Bundesliga-Senat verweigert der Austria in erster Instanz die Lizenz.

Nächster Dämpfer für den SC Austria Lustenau. Die Bundesliga erteilt der Austria für die kommende Saison in erster Instanz keine Lizenz. Grund dafür ist der nicht ausreichende Fortschritt beim Stadionneubau. Die dafür zuständigen Organe haben beschlossen, dass die Umsetzung nicht ausreichend gesichert ist. Ein weiteres Problem: Aufgrund der fehlenden Heimstätte mit Bundesliga-Tauglichkeit erhält Grün-Weiß keinen Lizenzbonus für das heurige Jahr. Die Bundesliga geht davon aus, dass Lustenau auch für die kommende Spielzeit keinen Lizenzbonus bekommen wird. Diese Behauptung hat auch Auswirkungen auf das Budget. Insgesamt verliert die Austria damit 460.000 Euro. Durch dieses Loch im finanziellen Bereich bekam die Austria auch keine Zulassung für die zweite Liga. Dies treffe den Verein unverschuldet. Vorstandssprecher Bernd Bösch ist irritiert: „Wir hätten uns in Zeiten wie diesen mehr Verständnis erhofft. Dem war aber nicht so und wir werden jetzt gemeinsam mit Hochdruck an einer Lösung arbeiten. Das Ganze ist eine Herausforderung, ich bin aber guter Dinge, dass wir das in die richtige Richtung lenken. Das Ziel ist es, in zweiter Instanz die Sachen zu erledigen“, so Bösch.

Protest

Bösch führt weiter an, dass Lustenau nicht bei null anfängt. „Wir haben ja neue Zusagen von Sponsoren. Das werden wir nun nachweisen. Wir werden auf beiden Ebenen Protest einlegen.“

Schwierige Zeiten für Austria Wien und Vorstandsvorsitzenden Markus Kraetschmer. <span class="copyright">GEPA</span>
Schwierige Zeiten für Austria Wien und Vorstandsvorsitzenden Markus Kraetschmer. GEPA

FCD und SCRA zufrieden

Der FC Dornbirn bekommt in erster Instanz die Spielerlaubnis für die zweite Liga. Altach erfüllt alle Lizenzanforderungen der österreichischen Bundesliga und ist vorbehaltlich des sportlichen Klassenerhalts auch für die kommende Saison in der Bundesliga spielberechtigt.
Den nächsten Tiefschlag musste hingegen die Wiener Austria hinnehmen. Drei Tage nach der Rückzugsankündigung von Trainer und Sportchef Peter Stöger hat die Bundesliga dem in Finanzproblemen befindlichen Traditionsclub in erster Instanz die Lizenz verweigert. Die Violetten kündigten an, Protest gegen die Entscheidung einzulegen. Man wies darauf hin, dass man „fristgerecht vom Senat in Ergänzung verlangte Unterlagen bereits bis 6. April nachgereicht“ habe und nun weitere geforderte Nachweise beibringen werde. Feierle

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