Sport

Stahlstädter beenden die Serie der Austria

22.10.2021 • 23:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Lustenauer mussten sich dem Meister geschlagen geben. <span class="copyright">GEPA/Lerch</span>
Die Lustenauer mussten sich dem Meister geschlagen geben. GEPA/Lerch

Die Mader-Truppe muss sich BW Linz mit 1:0 geschlagen geben.

Nach sieben Siegen in Folge wurde der Erfolgslauf von Austria Lustenau gestern Abend vom amtierenden Meister BW Linz beendet. Zudem fügten die Stahlstädter dem Ländle-Team mit dem 0:1 die erste Heimniederlage nach sechs vollen Erfolgen vor eigenem Publikum zu. Damit schrumpfte der Vorsprung der Lustenauer auf den nächsten potenziellen Aufstiegskandidaten Wacker Innsbruck auf neun Zähler.
Wie im Vorfeld angekündigt, trat die Austria im Spitzenspiel gegen Linz mit genau derselben Startformation wie zuletzt beim 6:0-Heimsieg gegen Kapfenberg an. Und wie schon gegen die Steirer legten die Hausherren vor 2800 Zuschauern von Beginn an ein hohes Tempo vor. Dieses Mal jedoch hielt der Gegner, der mit einem 3-4-3 sehr offensiv ausgerichtet antrat, stark dagegen. Bei der Mader-Truppe setzte Michael Cheukoua (13.) – BW-Keeper Nicolas Schmid parierte – den ersten Akzent. Auf der Gegenseite gelang Raphael Dwamena, der 2016 von Juli bis Dezember selbst Grün-Weiß trug und in 20 Partien 18 Mal ins Schwarze traf, nach einer Viertelstunde mit einem zu hoch angesetzten Freistoß die erste Torannäherung.

Pius Grabher (r.) im Zweikampf mit  Michael Brandner. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Pius Grabher (r.) im Zweikampf mit Michael Brandner. GEPA/lerch

Je drei Mal Gelb

Für zusätzlich Farbe in der Partie sorgte Schiedsrichter Christopher Jäger, der bei einigen strittigen Entscheidungen in der Anfangsphase überfordert wirkte. Nach nur 19 Spielminuten sahen beidseits je drei Akteure den gel­ben Karton. Es dauerte eine Zeit lang, bis sich die Hektik legte, doch nach einer Traumkombination der Austrianer, Bryan Teixeira (32.) wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen, widmete man sich wieder vermehrt dem Spiel. Kurz darauf musste Lustenau-Goalie Domenik Schierl nach einem Kostic-Schuss (34.) erstmals eingreifen und nur zwei Minuten später verhinderte der 27-Jährige mit einer Glanztat einen Rückstand. Dwamena tauchte nach einem abgefälschten Querpass völlig allein vor dem Gehäuse auf und scheiterte aus kurzer Distanz. In der Nachspielzeit dann wieder die Gastgeber. Goalgetter Haris Tabakovic verpasste per Kopf die Pausenführung für den Tabellenführer.
Die Lustenauer starteten mit viel Schwung in die zweite Halbzeit, die Linzer zeigten sich jedoch in der Defensive gut positioniert. Um die Durchschlagskraft zu erhöhen, brachte Chefcoach Markus Mader nach etwas mehr als einer Stunde Wallace für Teixeira. Damit verbuchte man in Folge noch mehr Spielanteile, aber die Blau-Weißen bremsten den Fluss mit zahlreichen Fouls. Einmal mehr im Mittelpunkt stand wieder der Unparteiische, der oftmals recht „einseitig“ beide Augen zudrückte.

Matthias Maak (r.) nimmt die Verfolgung von Aleksandar Kostic auf. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Matthias Maak (r.) nimmt die Verfolgung von Aleksandar Kostic auf. GEPA/lerch

Seidl bezwingt Schierl

Kurz darauf verfehlten Freistöße von Cheukoua (76.) und Muhammed Cham (79.) ihr Ziel, auf der Gegenseite allerdings musste Schierl in Minute 80 den Ball aus den Maschen fischen. Matthias Seidl verwertete eine Hereingabe von Acheampong von links zum 1:0. Schierl war dabei chancenlos. Am Ende blieben alle Bemühungen, die erste Heimniederlage in dieser Saison abzuwenden, erfolglos, auch der kurz zuvor eingewechselte Cem Türk­men (90+2.) scheiterte kurz vor dem Schlusspfiff per Kopf aus fünf Metern Entfernung. Fabio Strauss klärte in letzter Sekunde.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.