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Das ÖFB-Team sei bestens vorbereitet

24.03.2022 • 19:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Franco Foda flankiert von Marko Arnautovic und Andreas Weimann
Franco Foda flankiert von Marko Arnautovic und Andreas Weimann Nick Potts/PA via AP

Österreich spielt heute (20.45 Uhr/ORF eins live) in Wales um das Ticket für ein WM-Play-off-Finale.

Es wird oft und viel diskutiert über die Bedeutung eines Fußballspiels, manchmal mehr als sonst üblich. Eines ist unstrittig: Die Begegnung gegen Wales gehört zweifellos zu den wichtigsten in der jüngeren österreichischen Fußballgeschichte. Franco Foda versuchte, der Zuspitzung auf die Alles-oder-nichts-Thematik etwas die Schärfe zu nehmen, indem er die Feststellung traf, jedes Match mit dem Nationalteam sei wichtig. Auch meinte er, man dürfe es bei der Vorbereitung mit den Gesprächen „nicht übertreiben“. Die Befürchtung geht wohl dahin, dass ein Übermaß an Information zu große Verwirrung stiften könnte. Das gilt es zu vermeiden, denn die Waliser stehen auf ihre Geradlinigkeit.

Team sei “bestens” vorbereitet

Das Nationalteam sei, so sagt es Foda, „bestens“ eingestellt auf diese Partie, die Österreich der ersten WM-Endrunde seit 1998 in Frankreich einen entscheidenden Schritt näher bringen kann. Und es gab sie ja doch, die Einzelgespräche mit den Führungsspielern, damit diese in bestimmten Matchsituationen die geeignetsten Reaktionen zeigen. Auch in Kleingruppen wurden Szenarien durchgespielt, um auf möglichst viele Eventualitäten gefasst zu sein. Foda erwähnte in diesem Zusammenhang das „präzise und schnelle Passspiel“ und würde im Defensivverhalten hinsichtlich der Fehlervermeidung gerne eine Null-Toleranz-Politik durchsetzen. „Wir müssen Kontersituationen vermeiden“, sagte der Teamchef. Denn diese spielten den Walisern in die Beine.

Es gilt, im Verhalten auf dem Platz die richtige Balance zu finden. Eine zu strenge Auslegung der Ernsthaftigkeit kann sehr rasch in Verkrampfung ausarten, aber auch die von Foda eingeforderte „Lockerheit“ birgt die Gefahr, in den Übermut zu kippen. Doch es ist immer noch ein Spiel, daher sagt der Nationaltrainer: „Wir müssen auch eine gewisse Leichtigkeit an den Tag legen.“ Aber sein Team werde auch keine Ruhe geben und nicht locker lassen. „Wir werden versuchen, sie unter Druck zu setzen.“ Das Zweikampfverhalten und die Intensität seien entscheidende Faktoren.

Ausganslage

Die Ausgangslage ist klar, denn es muss heute einen Sieger geben, der dann im Juni ein Finale bestreitet. Österreich würde dann in Wien antreten dürfen, gegen Schottland oder die Ukraine, so dieses Match überhaupt zustande kommt. Das Ermittlungsverfahren kann sich in die Verlängerung oder bis ins Elferschießen ziehen, darauf sei die Mannschaft vorbereitet. Die Schützen sind bekannt, auch jene des Gegners. Doch den Ernstfall im Training zu simulieren, sei schlicht nicht möglich. „Da kommen viele Faktoren dazu, außerdem sind dann schon 120 Minuten gespielt“, meint Foda.

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Stresssituation

Den Stress eines Entscheidungsspiels halte die Mannschaft grundsätzlich aus, sagt der Nationaltrainer. „Das haben wir schon mehrmals bewiesen“, erklärte Foda und verwies auf den Sieg gegen Slowenien, das zuvor auch lange kein Heimspiel verloren hatte. Das EM-Endrundenmatch gegen die Ukraine fällt ebenfalls in diese Kategorie. „Auch das haben wir für uns entschieden.“ Für die Spieler gehe es jedenfalls um extrem viel.

„Wir wissen alle, dass wir etwas Besonderes erreichen können, wir können uns den Traum erfüllen, sich für eine Europameisterschaft und eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren“

Franco Foda

Sein Kapitän schließt sich dem vollinhaltlich an. „Das sind die Partien, für die wir auf diesem Niveau Fußball spielen“, erklärte David Alaba.
Übrigens hat Österreich in der Foda-Ära noch nie ein Pflichtspiel gegen eine in der Weltrangliste besser platzierte Mannschaft siegreich beendet. Das sei im Grunde „unerheblich“, sagt Foda. „Aber es wird höchste Zeit, das zu korrigieren.“

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