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Auf den Spuren des Alten Walserwegs

25.03.2022 • 19:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hertha Glück und Gerhard Vylet <span class="copyright">NEUE</span>
Hertha Glück und Gerhard Vylet NEUE

Hertha Glück und Gerhard Vylet wandern vom alten Ludescher Ortsteil Barx übers Steinle bis nach Raggal.

Ludesch, das am südöstlichen Ufer der Lutz im Walgau und am Eingang des Großen Walsertales liegt, ist der Ausgangspunkt dieser Wanderung. Die Route beginnt beim Gemeindezentrum nahe der Bushaltestelle, bergwärts am Kindergarten vorbei. Am Straßenende, vor der Kreuzung, wendet man sich rechts ab und folgt dieser Straße. Über die Straße gelangt man auf einen schmalen Weg, der eine fantastische Abkürzung darstellt. Am Ende geht es wieder rechts ab auf die Dorfstraße, die geradeaus in Richtung Unterfeld nach Barx, den ältesten Teil von Ludesch, führt. Ein schattiger Waldforstweg führt den Wanderer rechts am Mühlbach entlang bis zur Abzweigung Kühler Brunnen, der wahrlich kühles Trinkwasser bietet. Von dort aus führt links hinauf ein wunderschöner schmaler Waldweg unterhalb der Felsen bis hinauf nach Bazis. Aussichtsbänke bieten geruhsame Blicke über die Gemeinde.

Der Weg

Über die Kuppe, hinab durch den Wald und links ab übernimmt der Forstweg bis zur Abzweigung Alter Walserweg übers Steinle. An schönen, sonnigen Plätzchen leuchten die violetten Leberblümchen durch Laubteppiche und künden samt zwitschernden Vögeln den Frühling an. Kurz darauf zweigt man abermals links ab und folgt der Beschilderung nach Ludescherberg (71 Einwohner), einen Ortsteil der Gemeinde Ludesch, der mit dem Auto nur über Raggal erreichbar ist. In leichten Serpentinen steigt man an und genießt immer wieder verschiedene Blicke wie hinauf zum Hohen Fraßen. Nach gut eineinhalb Stunden Wanderzeit zweigt man rechts zum Walserweg ab. Über Hohlwege, vorbei an riesigen Baumstrünken und ab Gampladienst wieder auf dem Forstweg geht es weiter. Der Forstweg mündet in den Hangweg, und schon offeriert sich ein Waldfensterblick bis zur Nonnen- und Ochsenalpe, dem Großen Valkastiel (2449 Meter) und dem Zwölferkopf (2271 Meter). Der Blick über die Tschengla zum Alpilakopf (2156 Meter), zum Schillerkopf (2006 Meter) und zur Mondspitze (1967 Meter) verheißt weitere ansprechend schöne Bergtouren.

Aussicht

Wiederum lädt eine gut platzierte Aussichtsbank zur Rast ein. Wohltuend ausgeruht kann man nun den Alten Walserweg übers Steinle, der noch mit eisigen Restschneeflecken bedeckt sein könnte, in Angriff nehmen. Wahrlich den Felsen abgerungen entstand vor vielen Jahren dieser Saumpfad bis ins Innere Walsertal, der ursprünglich den Wildspuren folgte. Der Weg führte bis zum Straßenbau im Jahr 1925 von Nüziders über Laz-Steinle nach Ludescherberg und dann weiter als Fußweg und Viehtrieb.


Bald verbreitert sich der Weg und führt direkt durchs Europaschutzgebiet Ludescherberg. Heubargen zieren die Bergmähder, und über den Gauabach schreitet man auf die Siedlung Ludescherberg zu. Idyllische Bauernhöfe und die schmucke Mariahilf-Kapelle verheißen Landromantik, die einen überwältigend schönen Ausblick über Walgau und Rätikon bietet. Nun übernimmt die Straße in Richtung Raggal. Flach, ansteigend, und bei Reschina wieder abwärts, geht es gemütlich dahin. Bei Falazera berichten Infotafeln über das verheerende Lawinenjahr 1689 und das ehemalige Gasthaus Rössle. Die Kirchturmspitze der Gemeinde Raggal, die zum Großen Walsertal gehört, lenkt den Wanderer zielsicher auf der Straße. In einer guten halben Stunde ist Raggal mit dem Ortskern erreicht. Hier kann wiederum eine Rast eingelegt werden, oder man geht für die Rückfahrt die Straße abwärts zur Bushaltestelle.

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