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Bregenz: Wettbewerb für Wohnbebauung

31.03.2022 • 20:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Privater Auslober lädt Architekten ein, Entwürfe für Wohnverbauung in Vorkloster zu erstellen.

Das Planungsgebiet liegt an der Schendlingerstraße gegenüber dem Quartier der Feuerwehr Bregenz-Vorklos­ter und ist eine der wenigen unverbauten Flächen in der Umgebung. Auf rund der Hälfte der mehr als 13.000 Quadratmeter (im Bild rot markiert) soll nun laut den Wettbewerbsunterlagen eine „gesamthaft hochwertige Wohnanlage“ entstehen. Der nördliche Teil des Grundstücks bleibt vorerst unbebaut, soll aber in einer – ebenfalls geforderten – städtebaulichen Gesamtkonzeption mitberücksichtigt werden.
Geplant sind Zwei-, Drei und Vierzimmerwohnungen sowie großzügige Dachterrassenwohnungen. Darüber hinaus soll es kleinteilige Geschäftsräumlichkeiten mit öffentlichkeitswirksamer Nutzung geben. Ebenfalls vorgesehen sind eine Tiefgarage und Spielplätze.

Der Gestaltungsbeirates der Stadt Bregenz sieht vier Geschosse als maximale Obergrenze an, wobei je nach städtebaulichem Ansatz punktuell unter Umständen auch höhere Gebäudeteile denkbar seien. In punkto Baunutzungszahl gab der Beirat im Vorfeld einen Richtwert von 85 an. Weiters legt der Gestaltungsbeirat „großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Außenraumgestaltung. Als Grundlage für die Vertragsverhandlungen mit dem Sieger des Architekturwettbewerbs zieht der Auslober Errichtungskosten von 2400 Euro netto pro Quadratmeter beheizter Wohnnutzfläche inklusive Nebenkos­ten heran. Die städtebauliche Gesamtkonzeption soll als Rahmenplan und Grundlage für einen Bebauungsplan dienen.

Abgabe Ende Mai

Neun Architekturbüros bzw. Architektengemeinschaften sind zum Verfahren geladen. Bis auf ein Büro, das von der Stadt Bregenz nominiert wurde, kommen alle Teilnehmer aus Vorarlberg. Sie haben nun bis Ende Mai Zeit, ihre Entwürfe aufs Papier zu bringen. Das Preisgericht tagt laut den Wettbewerbsunterlagen Ende Juni. Fachpreisrichter sind unter anderem Andrea Krupski von Mansberg, Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung in Bregenz und Architekt Rainer Köberl, der auch im Gestaltungsbeirat sitzt. Grundstücks­eigentümer und Auslober des Wettbewerbs ist ein Ehepaar aus dem Unterland, als Verfahrensbegleiter wird ein Dornbirner Immobilien- und Bauunternehmer genannt.

Das bestehende Wohngebäude an der Schendlingerstraße, ein altes Einfamilienhaus mit Wirtschaftsgebäude, soll zur Gänze oder in Teilen erhalten werden oder in gleicher Größe und Art neu errichtet werden. Für das „identitätsstiftende Gebäudeensemble“ ist eine öffentlich wirksame Nutzung vorgesehen.