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Tour durch idyllische Landschaften

08.04.2022 • 20:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hertha Glück und Gerhard Vylet<span class="copyright">Gerhard Vylet<br></span>
Hertha Glück und Gerhard VyletGerhard Vylet

Hertha Glück und Fotograf Gerhard Vylet wandern durch den Dorfkern Beschling.

Die heutige Wandertour beginnt bei der Bahnstation Beschling-Schlins beziehungsweise der Bushaltestelle beim Gewerbegebiet. Zuerst heißt es dem Wegweiser in Richtung Beschling zu folgen. Dabei geht es auf dem Gehsteig durch eine Unterführung unter der Bahnlinie hindurch und weiter bis zum Kreisverkehr. Bereits auf diesem Wegstück bietet sich ein schönes Walgaupanorama. Beim Blick nach Osten zeigen sich die Gemeinde Dünserberg, das Walsertal mit der markanten Kellaspitze und der Hohe Fraßen. Selbst die Davenna, die den Eingang ins Klostertal und das Montafon markiert, und der Schwarzkopf über Nenzing sind zu sehen. Wandert man dann beim Kreisverkehr weiter geradeaus, ist der Dorfplatz Beschling mit dem schönen, achteckigen Brunnen rasch erreicht. Kurz davor findet man anhand der Informationstafeln das Bienenmuseum. Das kleine Privatmuseum mit seinen Objekten ist Teil der Kulturgutsammlung Walgau und hat im Frühjahr und Sommer geöffnet. Erstmals erwähnt wurde Beschling als „Bassininga“ im churrätischen Reichsurbar von 842.

Kneippanlagen

Die Route geht weiter und man hält sich an den Wegweiser in Richtung Galinawald und Kneippanlagen. Durch die Burggasse spaziert man nun wieder aus dem Dorfzentrum hinaus. Ab dem Schild „Bildplatz“ geht es am Ulmaweg flach an einer kleinen Kapelle vorbei und später an der Hangkante entlang bis zur nächsten Abzweigung links aufwärts in den Wald. Bald sieht man auf der linken Seite durch die Bäume eine Waldlichtung: Das „Igelried“. Kurz darauf mündet der Pfad auch schon in eine Straße. Der Weg wiederum, rechts neben der Straße, führt an einem kleinen Weiher vorbei. Der in den 1980er-Jahren künstlich angelegte Teich ist unter anderem ein überregional bedeutsames Laichgewässer für Erdkröten und Grasfrösche. Vom Weg aus sind verschiedene Blumen zu sehen. Besonders im Frühling beeindruckt der gutriechende, aber giftige Seidelbast. Eine gelb-weiße Wegmarkierung ist links beim nächsten Waldweg zu erkennen und nun folgen auf dem rechten, flachen Forstweg ein paar Tafeln des Waldlehrpfads. Dieser mündet bald in die Straße und führt mit wenigen Schritten zur Galinabrücke. Ein kleiner Informations-Pavillon des Galinawaldvereins gibt viele wertvolle Informationen preis. Gleich dahinter ist die wunderschöne, naturnahe Kneippanlage

<span class="copyright">GlückGerhard Vylet</span>
GlückGerhard Vylet

Galina- und Nachbauersee

Wieder bei der Galinabrücke angelangt, überquert man diese und zweigt danach rechts auf einen schattigen Waldweg, der einen bis hin zur Bundesstraße führt, ab. Kurz bevor man die Bundesstraße erreicht, hält man sich rechts und läuft durch eine Unterführung unter der Straße und einer weiteren unter den Bahngleisen.


Im Anschluss ist man am Galinasee angekommen. Ab hier teilen sich Radfahrer und Wanderer den Weg. Eine kleine Brücke ermöglicht einen schönen Blick auf den Galinabach. Zwischen dem Fluss Ill und dem Biotop Auriedle gelangt man zur Mündung des Walgau-Kraftwerks. Durchs Geäst glitzert das Wasser des Nachbauersees. Der imposante Blick über die Wasserfläche zu den dahinterliegenden Bergen, nämlich der Mondspitze (1946 m), dem Schillerkopf (2006 m), dem Alpilakopf (2156 m) und dem Tuklar (2318 m) ist beeindruckend. Ein Ort zum Verweilen, die Seele baumeln und die Gedanken fliegen zu lassen. Nach dem Abstecher zum zweiten See kann der Rückweg zur Bahnstation auf dem Ill-Damm oder dem Feldweg beziehungsweise Radweg angetreten werden.

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