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Frau ersticht Ehemann nach Streit

13.04.2022 • 19:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Symbolbild <span class="copyright">Klaus hartinger</span>
Symbolbild Klaus hartinger

Schwarzach: 37-jährige Mutter von sechs Kindern soll Ehemann mit Messer tödlich verletzt haben.

Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen musste am Mittwochnachmittag der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamts (LKA) Vorarlberg Michael Beyrer vor die Presse treten, um die Öffentlichkeit über ein Tötungsdelikt zu informieren. Anders als Mordfall Janine G., bei dem noch einiges im Dunkeln liegt, scheint der aktuelle Fall recht klar zu sein. Wie Beyrer ausführte, dürfte der Tat ein Streit zwischen den Eheleuten vorausgegangen sein. Fragen zum Tatgeschehen und Motiv ließ der Chefermittler unbeantwortet. „Dazu können wir derzeit nichts sagen, das wäre reine Spekulation.“ Allerdings habe es zwischen den Eheleuten immer wieder Zerwürfnisse gegeben.
Die 37-jährige Frau soll ihrem zwei Jahre jüngeren Ehemann mit einem Küchenmesser in die Brust gestochen und dabei so schwer verletzt haben, dass dieser noch am Tatort verstarb. Für Donnerstag wurde eine Obduktion in Innsbruck angeordnet, wie üblich wurde auch ein toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Gutachten

Die Polizei geht von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus. Die Tatverdächtige, eine Österreicherin, sei voll geständig, sagt Beyrer. Sie wurde am Mittwoch in die Justizanstalt Feldkirch überstellt. Auf Nachfrage, wie es der Tatverdächtigen gehe, sagte Beyer: „Es geht ihr den Umständen entsprechend nicht gut.“
Bei dem Opfer handelt es sich um einen ivorischen Staatsbürger (Elfenbeinküste), der seit 2009 in Vorarlberg lebt und einen gültigen Aufenthaltstitel hat. Laut Beyrer ist der 35-Jährige bereits polizeilich in Erscheinung getreten, zur Art der Delikte machte der LKA-Beamte keine Angaben.

Kind rief Rettung

Die Tatverdächtige ist Mutter von sechs Kindern im Alter von drei bis 17 Jahren, vier davon hat sie gemeinsam mit dem Opfer. Die Kinder sollen zur Tatzeit alle im Haus gewesen sein. Welches der Kinder etwas von der Tat mitbekommen hat, ist nicht bekannt.
Fest steht, dass eines der Kinder gegen 23 Uhr die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) über einen angeblichen Verletzungsunfall informierte. Im Zuge des Einsatzes, zu dem üblicherweise auch die Polizei gerufen wurde, stellte sich aber heraus, dass der Tod des 35-Jährigen gewaltsam war.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll eines der Kinder auf Aufforderung der Mutter den Notruf getätigt haben. Alle sechs wurden noch in der Nacht vom Kriseninterventionsteam betreut und werden über behördliche Anordnung in ­professionelle Betreuung übergeben.

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