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Seilbahnen „auf dem Weg zur Normalität“

14.04.2022 • 19:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Stiplovsek

Kassenumsatz von 139,4 Milionen Euro liegt um 7,6 Prozent niedriger als in der Saison 2018/19.

DDie heimischen Seilbahnen sehen sich „auf dem richtigen Weg zurück zu einer wirtschaftlichen Normalität“. Dennoch habe man in der zu Ende gehenden Wintersaison noch nicht an die vor der Pandemie erzielten Ergebnisse anknüpfen können. Corona werde – wie die gestiegenen Energiekosten auch – die Branche weiterhin beschäftigen, informierte am Donnerstag Andreas Gapp, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in der Vorarlberger Wirtschaftskammer.
Konkret erzielt wurde ein Kassenumsatz von 139,4 Millionen Euro, damit bleibe man um 7,6 Prozent hinter dem „Vor-Corona“-Kassenumsatz zurück.

„Inflationsbereinigt müssten es sogar um die elf Prozent mehr Umsatz sein, damit wir wieder an 2018/2019 anknüpfen könnten“, sagte Gapp. Die Zahl der Ersteintritte bezifferte der Seilbahnsprecher mit fünf Millionen, im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie sei man um 700.000 Ersteintritte im Rückstand.
Von den politisch Verantwortlichen forderte Gapp „Planbarkeit für die kommende Herbst-Winter-Saison in Bezug auf etwaige Coronaregeln“. Manche Stammgäste hätten pandemiebedingt auf den Winterurlaub verzichtet, andere seien auch heuer in die Schweiz ausgewichen, wo weniger strenge Sicherheitsrichtlinien galten. Das sei nicht nur bei Urlaubern aus Deutschland oder den Niederlanden zu beobachten gewesen, sondern auch bei manch Einheimischem. „Am Beispiel der Schweiz sehen wir, dass eine liberalere Corona-Politik durchaus auch mit den berechtigten gesundheitspolitischen Zielen vereinbar ist“, stellte Gapp fest.

„In Übereinstimmung mit der gesamten Tourismuswirtschaft fordern wir für die kommende Herbst-Winter-Saison Planbarkeit in Bezug auf etwaige Corona-Regeln.“
Andreas Gapp, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen

Energiepreise

Gegen Ende der Saison habe sich der Krieg in der Ukraine negativ auf die Nächtigungs- und Gästezahlen niedergeschlagen. Zudem müsse man davon ausgehen, „dass sich die stark steigenden Energiekosten rasch auch auf die Ticketpreise auswirken werden“, sagte Gapp. Wie hoch die Steigerung ausfallen werde, sei aktuell nicht abschätzbar.

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