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Frühlingsboten und tierischer Nachwuchs

16.04.2022 • 17:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Im Feldkircher Wildpark hat der spannendste Abschnitt des Jahres begonnen: Frühling ist Tierbaby-Zeit.

Der Frühling ist da. Und das lässt sich nicht nur an blühenden Sträuchern, Bäumen und Blumen erkennen. Auch in der heimischen Tierwelt hat das Wiedererwachen begonnen. Die Murmeltiere im Feldkircher Wildpark haben den Winterschlaf beendet und werden damit ihrem Ruf als Frühlingboten gerecht. Seit Oktober haben die Nagetiere geruht und sind vor zwei Wochen aufgewacht. Wie es heuer um ihren Nachwuchs steht, liegt leider noch im Verborgenen. Betriebsleiter Christian Ammann schätzt, dass es im Juni soweit sein könnte. Dafür freut man sich im Wildpark über Nachwuchs bei den Wildschweinen, Zwergziegen, Mufflons, Altsteierhühnern und den Auerochsen. Letztere haben nun einen jungen Stier in der Herde. Mit dicken Bäuchen streifen Stein- und Gamswild sowie Reh- und Rotwild durch ihre Gehege. Und auch bei den Luchsen wird in den nächsten Tagen Nachwuchs erwartet.

Frisches Blut

Klingt nach einer Menge Zuwachs am Ardetzenberg. Allerdings bleiben nicht alle Nachkömmlinge dort. Vielmehr werden die Wildtiere regelmäßig weggegeben oder getauscht. „Es gibt eine europaweite Tauschbörse aller Zoos und Wildparks. Wir geben auch Tiere in landwirtschaftliche Betriebe. Bei unseren Barockeseln sind etwa Stute und Fohlen in die Schweiz zu einem privaten Halter übersiedelt“, erzählt Ammann. Steinwild sei sogar einmal bis nach Tschechien umgezogen. 2021 wechselten so zehn Tierarten ihren Wohnsitz. Umgekehrt bezieht in drei Wochen eine neue Esel-Stute ihr Quartier in Feldkirch. Steinböcke aus dem Wildpark Peter und Paul in St. Gallen ziehen im Mai ein.

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Enorme Investitionen

Abgesehen vom Management des Tierbestands stehen große Vorhaben auf der Agenda, um den Betrieb des Parks aufrecht zu erhalten. Zum einen soll heuer ein neuer Stall für die Auerochsen gebaut werden. Dazu kommt die Renovierung vom Futterhaus. Und 2023 muss das in die Jahre gekommene Betriebsgebäude samt Umkleidekabinen und Duschen für die Mitarbeiter erneuert werden. „Da sind wir auf jede Unterstützung angewiesen“, sagt Ammann. Denn neben den Investitionen muss das tägliche Geschäft gestemmt werden. Müssen Gehälter gezahlt und Tiere versorgt werden. Private Spenden seien erfreulicherweise gestiegen. Gut 118.000 Euro kamen 2021 allein durch die Spendenkasse zusammen.
Problematisch ist vielmehr die Unterstützung durch die öffentliche Hand. Der Zuschuss sei noch nie sonderlich hoch gewesen. Wenn jetzt noch die Bauvorhaben umgesetzt werden müssen, wird es eng. Ammann hofft inständig auf finanzielle Hilfe von Land, Stadt und Gemeinden.

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