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Jetzt ist die nächste Generation am Werk

19.04.2022 • 18:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prock Blitzschutz Geschäftsführer Siegmund Prock (re.) hat an seinen Sohn Benjamin Prock (mi.) übergeben. Benjamin Grafschafter wurde zum Prokurist bestellt. <span class="copyright">Lisa Mathis</span>
Prock Blitzschutz Geschäftsführer Siegmund Prock (re.) hat an seinen Sohn Benjamin Prock (mi.) übergeben. Benjamin Grafschafter wurde zum Prokurist bestellt. Lisa Mathis

Siegmund Prock zieht sich bei Prock Blitzschutz als Geschäftsführer zurück, Sohn Benjamin übernimmt.

Bei der Prock Blitzschutz GmbH mit Sitz in Dornbirn ist in diesen Wochen der Generationswechsel an der operativen Führungsspitze über die Bühne gegangen. Denn der langjährige geschäftsführende Gesellschafter Siegmund Prock (Jahrgang 1959) hat sich als Geschäftsführer pensionsbedingt zurückgezogen. Nunmehr alleiniger Geschäftsführer ist seit 1. April 2022 sein Sohn Benjamin Prock (Jahrgang 1991), der sich in den vergangenen zwei Jahren die Geschäftsführung mit seinem Vater geteilt hat. Im Zuge dessen wurde die Prokura an Benjamin Grafschafter (Jahrgang 1985) verliehen. Die Eigentumsverhältnisse bei Prock Blitzschutz bleiben unterdessen unverändert. So halten Siegmund Prock und Benjamin Prock jeweils 50 Prozent der Firmenanteile. „Prock Blitzschutz wird somit auch weiterhin ein verlässliches Familienunternehmen bleiben“, so Siegmund Prock im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.

„Auch wenn die Situation derzeit schwierig ist: Sie ist nicht wirklich einzigartig.“

Siegmund Prock, Prock Blitzschutz

Leichtes Umsatzplus

Die Geschäftsentwicklung in den Geschäftsjahren 2019 bis 2021 bezeichnet Prock als zufriedenstellend. Man habe auch 2020 und 2021 trotz der wirtschaftlichen Begleiterscheinungen der Pandemiebekämpfung immer ein leichtes Umsatzplus erzielen können, so Prock. So sei das Geschäftsvolumen von 1,9 Millionen Euro auf zwei Millionen Euro und zuletzt auf 2,1 Millionen Euro im Jahr 2021 gestiegen.


Auch gegenwärtig sei die Auftragslage zufriedenstellend. Deutlich spürbar seien allerdings die Preiskapriolen auf der Beschaffungsseite. So habe sich der Preis für häufig benötigtes „Erdungsband“ beispielsweise innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. „Mit unseren Lieferanten sind derzeit keine Jahresverträge mehr möglich. Auch gibt es keine fixen Zusicherungen mehr, dass diverse Produkte überhaupt geliefert werden können.“ Das mache die Kalkulation von Angeboten sehr schwierig. „Niemand weiß, wohin die Preise gehen. Die Bauwirtschaft blickt derzeit in eine Glaskugel.“


Allerdings weist Prock darauf hin, dass solche Preissprünge ganz und gar nicht einzigartig seien. So sei es in den Jahren der Finanzkrise 2008 und 2009 ebenfalls zu deutlichen Preissteigerungen gekommen. Mit der Zeit habe sich der Markt dann aber wieder beruhigt. „Auch wenn die Situation derzeit schwierig ist: Sie ist nicht wirklich einzigartig.“

Familienunternehmen

Prock Blitzschutz wurde 1963 von Josef Prock gegründet. Aktuell beschäftigt das Familienunternehmen 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören insbesondere Bauträger aus dem Industrie- und Gewerbebereich sowie Elektrotechnik-Firmen, die Prock als Subunternehmen engagieren. Das Unternehmen ist ausschließlich in Vorarlberg tätig.

Günther Bitschnau

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