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Eine Tour mit sehr guten Aussichten

22.04.2022 • 18:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wandertipp Bregenz-Pfänder<span class="copyright"> Gerhard Vylet</span>
Wandertipp Bregenz-Pfänder Gerhard Vylet

Wanderführerin Hertha Glück und Fotograf Gerhard Vylet wandern hinauf zum Pfänder.

Startpunkt der Route ist der Bregenzer Hafen. Zuerst wird das Bahngleis überquert, und anschließend hält man sich leicht links in Richtung Pfänderbahn. In der Belruptstraße übernimmt der Wegweiser Pfänder/Altreute. Der Wanderer biegt links ab und kehrt der Talstation der Pfänderbahn den Rücken. Wenig später geht es rechts auf dem Altreuteweg weiter, und die Altreute-Kapelle wird angesteuert. Zugleich bewegt man sich hier auf dem einstigen „Schwedenweg“, der eine tragische Geschichte erzählt. Im Jahr 1647 drängten die Schweden die Bregenzer Verteidiger bis in die Stadt zurück und besiegten sie. Die steile Kopfsteinpflasterstraße führt bergan, durchstreift Häuserzeilen und passiert die moderne Christophorus-Kapelle.
Jeder Höhenmeter ermög­licht einen Blick auf neue Varianten des Bodenseepanoramas. Der Wanderer verlässt den Altreuteweg und biegt links auf die Straße „Auf der Reute“ ab. Kurz später geht es beim Wegweiser „Auf der Reute und Schwedenweg“ steil bergauf. Jener Anstieg mündet in einen schattigen Waldweg. Dort spaziert man vorbei an moosigen Konglomerat-Felsen und überquert mehrmals den Schanzgrabenbach. Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit lichtet sich der Wald und man kann die Altreutekapelle, die auf dem Gemeindegebiet Lochau steht, erkennen.

Wildpark und Pfänderspitze

Es geht weiter geradeaus und bergauf durch den Wald in Richtung „Riese“ (30 Minuten) und Pfänder (eine Stunde). Anschließend gelangt man auf einem Wiesenweg und danach über Treppen zur Straße. Dort zweigt man rechts ab. Inmitten des Waldes wartet links die Wegrichtung Riese/Pfänder.
An der Hangkante geht es geradeaus über die Wiese und dann rechts hinauf zum Wildpark. Dieser wird innerhalb von 20 Minuten über einen Forst- und Waldweg erreicht. Auf der linken Seite erwarten einen Wildschweine, Rothirsche und Alpensteinböcke. Des Weiteren geben Infotafeln des Naturerlebnispfades Pfänder weitere Auskunft über die Alpentiere. Im Anschluss gelangt man zum Berghaus Pfänder. Steigt man dort links hinauf, steht man in nur fünf Minuten auf der Pfänderspitze (1604m), dem höchsten Punkt. Dort erwartet einen zudem ein 360-Grad-Panorama, und bei der Bergstation ­Pfänderbahn benennt eine Übersichtstafel die verschiedenen Berggipfel.

Wandertipp Bregenz-Pfänder<span class="copyright"> Gerhard Vylet</span>
Wandertipp Bregenz-Pfänder Gerhard Vylet

Rückweg

Den Rückweg tritt der Wanderer in Richtung Gasthaus Pfänderdohle an. Dort angekommen, zweigt man rechts ab und taucht erneut in den Wald ein. Über Hintermoos gelangt man zum Bregenzer „Gschliefweg.“ In Kürze zweigt man rechts bei einem kleinen weiß-rot-weißen Pfeil ab.
Zu Beginn ist es ein recht idyllischer Weg durch Wiesen und vorbei an Bauernhöfen. Jedoch, wie der Name „Gschliefweg“ schon ausdrückt, ist er steil und mitunter sehr rutschig. Im unteren Teil findet man Bäche, Konglomerat-Blöcke und Waldstreifen mit Buschwindröschen-Teppichen. Nach der Wegtafel Gschliefweg geht es geradeaus weiter zum Bregenzer Zentrum. Ab Weißenreute nähert man sich Häuserdächern, dem See und bald dem Berg Isel sowie der Oberstadt. Nun ist der Weg zum Ausgangspunkt gut zu finden. Das letzte Stück der Tour ist ein besonders auch kulturhistorisch imposanter Abschluss durch die Altstadt. Wer nach wie vor ­Energie hat, kann noch eine Altstadtrunde drehen. Dabei wird man sicherlich architektonisch und auch historisch belohnt.

Hertha Glück

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