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Erblühen statt straucheln

26.04.2022 • 11:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Blütensträucher sind dekorativ und recht pflegeleicht.

Nach einem langen und kalten Winter herrscht bei Hobbygärtnern eine große Freude auf den Frühling und vor allem auf die Farben und den Blütenreichtum, die dieser mit sich bringt. Besonders Blütensträucher sind eine gute Möglichkeit, Buntheit und Abwechslung in den eigenen Garten – und, mit geschnittenen Zweigen, auch ins Haus – zu bringen. Diese Empfehlung gibt auch Christoph Dünser von Dünser Gartendesign in Ludesch. Auf die Baustelle, zu der er nach dem Interview aufbrechen wird, nimmt er drei Brautspieren mit. Die weiß blühenden Gewächse werden dort schon erste Heimeligkeit verbreiten. „Am schönsten ist es, wenn man die Blütensträucher so für den eigenen Garten auswählt, dass das Farbfeuerwerk das ganze Jahr über zündet“, sagt Dünser.

Die Magnolie blüht voran

Wie alle Zierpflanzen mit großen Sortimenten werden auch die Blütensträucher nach Wuchseigenschaften und Blütenfarben sowie nach Blütezeitpunkten unterteilt. Den Auftakt zur blühenden Gartensaison machen Sternmagnolien in Weiß oder zarten bis kräftigen Lilatönen. Kurz darauf folgen die Tulpenmagnolien. Die Blüten dieser Frühblüher sind leider etwas frostgefährdet. Ebenfalls kräftig lila blüht der Judasbaum, rosa die japanische Zierkirsche. Apart zartgelb blüht der ästhetisch vielfach in sich gewundene Scheinhasel. Die Felsenbirne mit ihren zarten weißen Blüten bildet später kleine essbare Früchte aus.

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Klaus Hartinger

Bienenfreundlich setzen

Forsythien sehen mit ihren leuchtend gelben Blütenblättern zwar schön aus, allerdings haben Insekten und Vögel von ihnen nicht viel, weil die Pflanze weder Nektar noch Pollen produziert und auch keine Früchte trägt. Die sinnvollere Alternative ist hier die heimische Kornelkirsche, auch Dirndlstrauch genannt, die zeitgleich ebenfalls gelb blüht, jedoch die Bienen erfreut und vitaminreiche, essbare Früchte hervorbringt. „Schön sind auch Sträucher, die bunte Blätter haben. Das ist originell und bringt Abwechslung“, verrät Dünser. Er meint zum Beispiel den Roten Perückenstrauch oder die Rotblättrige Blasenspiere. Von seinen Kunden stark nachgefragt sind auch bienenfreundliche Pflanzen, erzählt er. Sträucher seien immer eine gute Wahl, sie machten sich gut im Kleingarten ebenso wie in einer größeren Parkanlage. „Von der Kombination der Pflanzen und der Farben ist erlaubt, was gefällt. Im Grunde lassen Sträucher sich gut kombinieren. Ich empfehle, ab und zu immergrüne Pflanzen einzustreuen, für mehr Abwechslung und damit auch im langen Winter etwas Grünes leuchtet“, sagt Dünser. Ein Tipp sind außerdem Sträucher, die keine bunten Blüten oder Blätter haben, sondern stattdessen farbige Triebe wie der Sibirische Hartriegel. Seine Äste sind korallenrot und bringen Pfiff in den Garten. Blütensträucher können vom Frühjahr bis zum Herbst gepflanzt werden. Der Standort darf gern sonnig bis halbschattig gewählt sein.

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