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„Deutliche Eintrübung“ befürchtet

04.05.2022 • 19:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Hohenems: Collini geht auf Basis von Kundenrückmeldungen von einem Nachfrage-Rückgang für das Jahr 2022 aus.

Der Oberflächenveredler Collini geht für das laufende Geschäftsjahr 2022 von einem mengenmäßigen Rückgang gegenüber 2021 aus. „Wir müssen damit Der Oberflächenveredler Collini geht für das laufende Geschäftsjahr 2022 von einem mengenmäßigen Rückgang gegenüber 2021 aus. „Wir müssen damit rechnen, dass es auf das gesamte Jahr gesehen tendenziell rückläufig werden wird“, so CEO Günther Reis im wpa-Gespräch. Die Einschätzung stamme aus den Rückmeldungen und Prognosen von Kunden, die in den kommenden Monaten von einer „deutlichen Eintrübung“ der Nachfrage und der Konjunktur ausgehen würden. Diese Erwartung betreffe insbesondere die europäischen Märkte. Ein Vergleich der Umsatzzahlen sei aufgrund der steigenden Rohstoffpreise wenig aussagekräftig, so Reis.

Vorziehkäufe

Bis dato sei das Mengenaufkommen bei Collini jedoch noch relativ gut. Das hänge

Bis dato sei das Mengenaufkommen bei Collini jedoch noch relativ gut. Das hänge möglicherweise auch damit zusammen, dass Kunden aus Vorsichtsgründen ihre Lager auffüllen oder dass sie in Erwartung noch stärker steigender Preise Vorziehkäufe tätigen, erklärt Reis. Nichtsdestotrotz stelle die aktuelle Entwicklung bei den Energie- und Rohstoffpreisen, beispielsweise bei Metallen, auch Collini vor „gewisse Herausforderungen“.
Am angekündigten rund 50 Millionen Euro schweren Erweiterungsbau am Firmenstammsitz in Hohenems werde Collini ungeachtet der gegenwärtigen Erschwernisse festhalten. „Das ist eine langfristig und strategisch angesetzte Investitionsentscheidung. Denn es wird auch eine Welt nach der Krise geben“, ist der Collini-CEO überzeugt. Und dann werde der Collini-Standort in Hohenems für die Zukunft gut aufgestellt sein.

„Der Erweiterungsbau in Hohenems ist eine langfristig und strategisch angesetzte Investitionsentscheidung. Denn es wird auch eine Welt nach der Krise geben.“

Günther Reis, Collini, CEO
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Baubeginn noch 2022

Die alten Gebäude in Hohenems seien für die Erweiterung bereits abgerissen worden, und die bau- und gewerberechtlichen Genehmigungen würden vorliegen, so Reis. Die Ausschreibungen für die diversen Gewerke, insbesondere für die größeren Vergaben, seien schon verschickt worden. Gegenwärtig befinde man sich in den Endverhandlungen mit den Auftragnehmern unter anderem aus dem Industrie- und Gewerbebau. Dabei seien auch die galoppierenden Preissteigerungen bei Baumaterialien ein wichtiges Thema. Er rechne damit, dass man noch heuer damit beginnen werde, den Neubau zu errichten, sagte Reis.

20.000 Quadratmeter

Der Erweiterungsbau mit einer Nutzfläche von rund 20.000 Quadratmeter entsteht direkt im Betriebsareal in Hohenems. Die neuen Produktions- und Logistikflächen sind für die Veredelung von Bauteilen aus dem Möbelbeschlagbereich vorgesehen. Dazu kommen Bereiche für Innovation, Technik und Verwaltung.

600 Beschäftigte im Land

Collini beschäftigt weltweit rund 1.800 Mitarbeiter, davon etwa 600 in Vorarlberg. Einen Standort unterhält das Unternehmen bekanntlich auch in Nizhny Novgorod (RU). Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Umsatz von rund 295 Millionen Euro erzielt.

Günther Bitschnau

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