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Blumenschmuck am Balkon mal anders

07.05.2022 • 17:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">klaus hartinger</span>
klaus hartinger

Balkonblumen werden gerne nach Größe und Volumen ausgesucht.

Balkonblumen als Bepflanzung haben eine starke, plakative Fernwirkung, erfordern aber mehr Aufwand an Pflege und einiges an Erfahrung, damit sie optimal wirken. Blumenschmuck kann aber auch anders ausschauen. Er kann Kräuter und Strukturpflanzen enthalten, oder auch ungewöhnliche Farbkombinationen.

Kräuter am Fenster

Kräuter eignen sich für einzelne Fensterkisten, große Töpfe und Tröge auf der Terrasse. Hierbei spielt der optische Eindruck weniger eine Rolle. Entscheidender ist ihre Eignung der frischen Kräuter in der Küche. Deshalb sollte man die Pflanzen möglichst in Küchennähe anordnen.
Gut geeignet sind das robuste Basilikum-African-Blue, Petersilie, Minzen, Schnittlauch, Thymian, Rosmarin und Salbei. Auch eine Kombination von Kräutern mit Gemüse ist möglich, denn es gibt viel Sorten die gerade am Balkon gut gedeihen, wie beispielsweise Mini-Gurken, Topftomaten und Paprika, sogar Pauli Pepper, unsere Grillpaprika. Solche Bepflanzungen düngt man am besten mit Naturdünger und verzichtet auf Pflanzenschutzmaßnahmen.

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Bienenlieblinge

Wild- und Honigbienen sind wertvolle Blütenbesucher. Wählen sie daher Blumen, die diesen Tieren etwas zu bieten haben. Das sind meist Pflanzen mit einfachen, offenen Blüten. Die Blüten sind in der Regel kleiner und haben deshalb weniger Fernwirkung. Dafür könne Bienen und andere Insekten nach Belieben Nektar und Pollen ernten. In unserer Blumenauswahl für den Sommer befinden sich viele wertvolle Pflanzen wie Bidens, verschiedene Ziersalbeiarten, Zuckerpüppchen, Sonnenprinzessin, Zinnien, Bienensalbei, Scabiosen usw.
Außerdem werden Tomaten, Gurken und anderes Fruchtgemüse besser befruchtet, weil nahegelegene Blütenpflanzen vermehrt Bienen in den Garten locken.

Treib es bunt

Am Balkon können wir unsere Fantasie kreativ ausleben. In Blumenwiesen herrscht ein kunterbuntes Durcheinander, warum nicht auch beim Blumenschmuck? Ein Blick ins Gewächshaus zeigt Blüten in der ganzen Farbpalette. Je nach Wunsch treiben wir es völlig bunt, dezenter Ton-in-Ton oder wir kombinieren bewusst Komplementärfarben wie Gelb und Blau, Blau zu Orange, Rot zu Cyan oder Magenta zum Grün der Blätter. Hier kann man sich so richtig austoben. Unsere Blume des Jahres, die gelb-orange Harlekin-Begonie, lässt sich mit fast allem kombinieren. Aber die ist auch in Einzelstellung ein Traum.

Komposition

Pflanzen stellt man traditionell nach Blütenfarben zusammen. Zusätzlich ist das Spiel mit Formen sehr reizvoll. Wir verwenden dazu Strukturpflanzen. Sie bestechen durch ihren charakteristischen Wuchs. Blüten sind oft untergeordnet oder gar nicht vorhanden. Es gibt sie schlank nach unten wachsend, manche weisen besondere Blattformen auf, andere bestechen durch ihren beindruckenden Wuchs. Wieder andere haben auffällige Blattfarben und können dadurch gut zu bunten, aber auch zu Ton-in-Ton-Kombinationen verwendet werden.
Gräser sind hier besonders wirkungsvoll und dazu noch pflegeleicht. Generell sind Strukturpflanzen eine Belebung für jede Bepflanzung und sollten deshalb nicht fehlen. Es kann durch sie Schwung, Auflockerung, aber auch Ruhe geschaffen werden. Ein weiterer Vorteil ist ihre Robustheit: Sie sind meist wenig anfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Manchen Strukturpflanzen wird sogar eine abwehrende Wirkung gegen Schädlinge nachgesagt, wie die Verpiss-Dich-Pflanze oder kräftig riechende Plectranfthusarten.
Zu den Strukturpflanzen zählen: Gundelreben, Coleus, Heuchera und viele andere Blattschmuck-Pflanzen, natürlich auch Stauden sowie verschiedene Gräser. Haben Sie Mut bei der Gestaltung!

Andreas Dür

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