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Pipeline: Neuer Badesteg und Stadtstrand

13.05.2022 • 20:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Verantwortlichen der Stadt und des Landes. <span style="color: rgba(111, 111, 111, var(--tw-text-opacity)); font-size: 0.75rem; text-transform: uppercase;"><span class="copyright">ALEXANDRA_SERRA</span></span>
Die Verantwortlichen der Stadt und des Landes. ALEXANDRA_SERRA

Die Bauarbeiten zum dritten Teilabschnitt der Pipeline sind beendet.

Bereits in den Jahren 2011 und 2015 wurde mit der Umgestaltung der Pipeline in Bregenz begonnen. Nun sind auch die Bauarbeiten des dritten Teilabschnitts abgeschlossen. Seit Oktober 2021 wurde das 515 Meter lange Teilstück beginnend beim ehemaligen Militärbad „Mili“ in Richtung Lochau saniert und erneuert. Insgesamt wurden dabei 6,3 Millionen Euro investiert. Heute wird der neue Abschnitt der Pipeline für die Bevölkerung offiziel eröffnet. Ein paar wenige bauliche Maßnahmen müssten allerdings noch getroffen werden, wie Bernhard Fink, Leitung Bauservice und Infrastruktur der Stadt Bregenz informiert. Unter anderem fehle etwa noch ein kleiner Teil der Bepflanzung sowie auch die Holzabdeckungen auf den Betonblöcken, die als Sitzmöglichkeiten dienen sollen. Die Verzögerung sei den Lieferschwierigkeiten durch Corona und den Krieg in der Ukraine geschuldet. „Alles in allem haben wir die Bauzeit aber wie geplant eingehalten“, ergänzt er.

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roland paulitsch

Getrennter Fuß-und Radweg

Ziel der Neugestaltung des Areals entlang der Pipeline war vor allem auch die Trennung von Fuß- und Radweg. „Uns war wichtig, die verschiedenen Nutzungen zu trennen, denn durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Radfahrern und Fußgängern kam es zu Konflikten“, berichtet die Radverkehrsbeauftragte des Landes, Katharina Schwendinger. Im Zuge der Arbeiten wurde der Fußweg auf drei Meter und der Radweg auf fünf Meter verbreitert. Getrennt werden die beiden Wege durch Bepflanzungen und teilweise auch durch eine sechs Meter breite Wiese, die als Liegefläche dienen soll. Radfahren soll dadurch attraktiver werden, erläutert Mobilitätsstadtrat Daniel Zadra. Er meint zudem: „Vorarlberg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Aktuell werden 16 Prozent aller Alltagswege mit dem Rad zurückgelegt. Das Ziel für 2023 ist eine Steigerung auf 21 Prozent.“ Schwendinger ergänzt: „Dieser Bauabschnitt ist Teil der Radschnellverbindungen für den Alltagsradverkehr. Aktuell werden hier täglich bis zu 4000 Radfahrer gezählt.“
Durch die Neugestaltung seien nicht nur Rad- und Fußweg voneinander getrennt worden, sondern es sei auch ein Erholungsareal entstanden.

Neuer Badesteg

Beispielsweise gibt es nach dem „Mili“, in Richtung Badehaus Thurnher, nun einen „Stadtstrand“, der durch Aufschüttungen den direkten Seezugang ermöglicht. Insgesamt wurden hierfür 30.000 Kubikmeter Material zugeführt.
Aufgrund des steil abfallenden Seegrundes war eine solche Aufschüttung nicht überall möglich. An dem betroffenen Abschnitt wurde eine Ufermauer errichtet. Treppen ermöglichen Besuchern den Zugang zum See, genauso wie eine Rampe für etwa gehbeeinträchtigte Menschen. Auch ein neuer Badesteg sowie zusätzliche WC-Anlagen auf Höhe des Bahnübergangs „Melanie“ sind Teil der neuen Infrastruktur der Pipeline.

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klaus hartinger

Kosten von 2,1 Millionen Euro

Die Kosten haben sich Bund, Land und Stadt geteilt. Etwa zwei Drittel davon wurden durch Förderungen des Bundes und Landes gedeckt. „Die Stadt hat sich mit einer Summe von 2,1 Millionen Euro beteiligt“, so der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch.
Im Herbst wird dann der finale Teilabschnitt bis zum Strandbad Lochau in Angriff genommen. Durch Aufschüttungen werden dort weitere Badeflächen geschaffen. Die Bauarbeiten hierfür sollen im Mai 2023 abgeschlossen sein. „Im letzten Bauabschnitt fallen nochmals Kosten um die neun Millionen Euro an“, teilt Ritsch mit.

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