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Betrug in Bäckerei mit gefälschtem Brötlepass

25.05.2022 • 18:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Symbolbild<span class="copyright">APA/DPA/Karl-Josef Hildenbrand</span>
SymbolbildAPA/DPA/Karl-Josef Hildenbrand

Geldstrafe von 480 Euro für vorbestraften 20-Jährigen wegen schweren Betrugs mit einem Schaden von 80 Euro.

Wer als Kunde in der Bäckereikette 14 Einkäufe zu zumindest jeweils 5 Euro tätigt und sich das im sogenannten Brötlepass mit Stempeln bestätigen lässt, zahlt beim nächsten Broteinkauf etwas weniger. Der geständige Angeklagte kaufte im Vorjahr zwischen Juli und Dezember mit gefälschten Brötlepässen in einer Feldkircher Filiale der Bäckerei so oft gratis ein, dass dadurch ein Schaden von 80 Euro entstand.

Wegen schweren Betrugs wurde der mit einer Vorstrafe belastete Schüler am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 480 Euro (120 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig, denn der Staatsanwalt nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht umgerechnet zwei Monaten Haft.

Milde Strafe

Die Strafe fiel trotz der Vorstrafe milde aus, weil der Schaden, untypisch für einen schweren Betrug, niedrig sei, sagte Richter Dietmar Nußbaumer in seiner Urteilsbegründung. Nicht nur als Betrug, sondern als schwerer Betrug wurden die Taten gewertet, weil für die Betrugshandlungen ein Dokument gefälscht wurde.

Der Angeklagte sagte, er habe die vielen Brötlepässe nicht gefälscht, sondern sie in einem Landbus im Unterland gefunden. Der Richter ging aber davon aus, dass ihm klar war, dass Fälschungen vorlagen. Denn auffallend sei, dass die gefälschten Stempel stets an derselbe Stelle im jeweiligen Stempelfeld fein säuberlich angebracht wurden.

Der Angeklagte erschien um 20 Minuten zu spät zur Gerichtsverhandlung. Er hatte den Richter telefonisch über die Verzögerung informiert. Der 20-Jährige legte im Gerichtssaal ein Organstrafmandat vor. Beim Einparken vor dem Landesgericht war der Autofahrer nicht angegurtet gewesen. Die Geldstrafe bezahlte er der kontrollierenden Polizei sofort.

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