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Bald mehr Platz für Feuerwehrler

27.05.2022 • 19:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Das Gerätehaus der Feuerwehr Bings-Stallehr platzt aus allen Nähten.

Schon seit gut zehn Jahren klagt die für die Bludenzer Ortsteile Bings und Radin sowie die Gemeinde Stallehr zuständige Feuerwehr über Platznot. Das bestehende Gerätehaus wurde Anfang der 1960er-Jahre errichtet und inzwischen drei- bis viermal adaptiert. Frauen und Männer teilen sich ein WC, und die Feuerwehrkluft müssen sie sich im Ernstfall in der Garage überstreifen. Die vier Einsatzfahrzeuge sind auf drei Standorte verteilt.
Nachdem die Stadtvertretung Bludenz 2019 einen Neubau grundsätzlich beschlossen hatte, werden mit der Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Insgesamt zwölf Architekturbüros sollen bis September ihre Projektideen zu Papier bringen. Die Stadt Bludenz hat vornehmlich Büros aus dem Raum Bludenz geladen, weitere Architekten aus Bregenz, Hard, Götzis und dem Bregenzerwald wurden von der Kammer zugeladen. Der Baubeginn ist laut Auslobungsunterlagen für Sommer 2023 anvisiert, ein Jahr später soll das neue Feuerwehrhaus dann stehen. Wieviel das Gebäude kosten darf, geht aus den Wettbewerbsunterlagen nicht hervor.
Der Bauplatz befindet sich im Ortsteil Bings unweit der Arlberg-Schnellstraße (S 16). Das 1700 Quadratmeter große Grundstück erwarb die Stadt Bludenz schon vor mehreren Jahren. „Es ist absolut notwendig, dass die Feuerwehr modernisiert wird und einen adäquaten Standort bekommt“, ließ der Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann in einer Aussendung wissen. Und auch der Bürgermeister der Kleingemeinde Stallehr, Matthias Luger, betonte die Wichtigkeit des gemeindeübergreifenden Projektes. „Mit der Neuerrichtung des Geräte­hauses wird ein dringend notwendiger Schritt für die Zukunft der Ortsfeuerwehr Bings-Stallehr umgesetzt.“

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klaus hartinger

„Es ist absolut notwendig, dass die Feuerwehr modernisiert wird und einen adäquaten Standort bekommt.“

Simon Tschann, Bürgermeister in Bludenz

Bedingt geeignet

Das für den Neubau vorgesehene Grundstück am Rand des Wohngebiets Bingser Siedlung wurde in einem Gutachten als „Standort mit bedingter Eignung“ bewertet, wie aus den Wettbewerbsunterlagen hervorgeht. Als Grund wird unter anderem der Umstand angeführt, dass die Dorfstraße sehr eng und die Verkehrssituation „insgesamt ungünstig“ sei. Zum einen handle es sich um einen Schulweg, zum anderen gebe es unmittelbar vor dem Standort Bushaltestellen. Zudem belaste der durch die ansässigen Gewerbebetriebe induzierte Schwerverkehr die Situation zusätzlich.

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