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Fruchtgemüse vom Gärtner

27.05.2022 • 14:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Vielfalt bei Chilis und Tomaten ist enorm. Letztere sind das Lieblingsgemüse der Vorarlberger.<span class="copyright">Harald rammel</span>
Die Vielfalt bei Chilis und Tomaten ist enorm. Letztere sind das Lieblingsgemüse der Vorarlberger.Harald rammel

Im Hausgarten braucht es noch einige Wochen, bis Fruchtgemüse aus eigenem Anbau zu ernten ist.

Die Vorarlberger Gärtner kultivieren erste Sätze von Tomaten im Warmen vor. Gepflanzt wird im Gewächshaus bereits Mitte März mit Erntebeginn Ende Mai. Im ungeheizten Folientunnel pflanzen die Gärtner Mitte April mit Erntebeginn Mitte Juni. Das Fruchtgemüse wächst in Vorarlberg noch direkt in der Erde, im Unterschied zu Großproduzenten fast überall in Europa. Das macht die Früchte aromatischer.
Die beliebteste Gemüseart im Ländle ist mit Abstand die Tomate. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei knapp 30 Kilo. Der Großteil davon wird über das Sommerhalbjahr verzehrt, denn sonnengereifte Früchte schmecken am besten. Je frischer die Früchte, desto höher ist auch ihr gesundheitlicher Wert. Sie enthalten viel Vitamin A und C, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Der Großteil der Vitamine befindet sich dicht unter der Schale. Unreife Früchte enthalten giftiges Solanin, das sich mit zunehmender Reife abbaut. Im Gegenzug nimmt der Gehalt an Lycopin und Carotin bis zur Reife zu. Beide Inhaltsstoffe sind sehr positiv für die menschliche Gesundheit.

<span class="copyright">Harald rammel</span>
Harald rammel

Idealer Durstlöscher

Paprika und Gurken folgen in der Beliebtheit. Sie liegen bei rund sechs Kilogramm pro Kopf und Jahr. Die Gurke ist besonders in den Sommermonaten begehrt, weil sie sehr wasserreich und erfrischend ist. Sie enthält wenig Kalorien, ist aber reich an Mineralien wie Kalium und Phosphor. Die Kombination macht sie zu einem idealen Durstlöscher, besser als so manches Elektrolytgetränk.
Bei Paprika finden wir in den Gärtnereien verschiedene Spielarten. Süße Gemüsepaprika in Block- oder Spitzform ohne das scharfe Capsaicin. Pfefferoni und Chilis haben mehr Würzkraft. Sie alle sind sehr eng miteinander verwandt. Ihre Stärke ist das Vitamin C. Es liegt um ein Mehrfaches höher als bei Zitronen.
Der Zucchini-Verbrauch liegt bei zwei Kilo pro Kopf und Jahr. Diese jungen Gartenkürbisse sind ein kalorienarmes Sommergemüse. Der geringe Jahresverzehr ist unverständlich, denn Zucchini sind reich an Vitamin C und B1 sowie an Kalzium, Phosphor und Jod. Die Früchte bieten kulinarisch einiges. Als Rohkost, gebraten, gekocht oder zu Kuchen verarbeitet sollten Zucchini viel öfters am Speiseplan stehen.


Je frischer die Früchte sind, desto mehr Vitamine enthalten sie. Daher ist der kürzeste Weg zum Gärtner nicht nur umweltschonend, er trägt auch direkt zu gesteigertem Wohlbefinden bei.

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