_Homepage

Schöne Aussicht und steile Waldwege

27.05.2022 • 18:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Man sieht das Walgaupanorama mit Hochgerach, Tälispitz, Zitterklapfen, Braunalspitze und der Roten Wand. <span class="copyright">Gerhard Vylet</span>
Man sieht das Walgaupanorama mit Hochgerach, Tälispitz, Zitterklapfen, Braunalspitze und der Roten Wand. Gerhard Vylet

Wanderführerin Hertha Glück und Fotograf Gerhard Vylet steigen vom Zoll Tisis über die Bäralöcher hinauf.

Beim Zoll in Tisis startet die Wanderung über die Liechtensteiner Straße und führt direkt zum „Grenzsteig“, der bereits in Liechtenstein liegt. Über den Töbeleweg zweigt man in der ersten Kurve der Straße und kurz danach im Wald rechts zum Grenzsteig ab. Rasch sind Wildbachverbauung, Forststraße und Wegweiser erreicht. Auf dem Damm geht es in Richtung des ersten Etappenziels, der Paulahütte, nach oben. Auf der Forststraße passiert man ein paar Stationen des 2017 neu erstellten Waldlehrpfads. Nach der Waldhütte geht es rechts auf der Forststraße in Richtung Paulahütte/Gafadura.
Kurz nach der ersten Kehre zweigt rechts der weiß-rot-weiß markierte Waldweg ab, quert den Forstweg und führt mit Aussicht in die „Maureröfe-Rüfe“ in mehreren Serpentinen zur Paulahütte. Um 1857 wurde hier eine erste Hütte für Hirten und Bauern errichtet. 1905 renovierte der Jagdpächter Richard Hönig­haus aus Zürich die Hütte und widmete sie „Paula“. 1979 wurde die Hütte von Rudolf Marxer in altem Stil neu errichtet.

Vorderälple

Ab hier sind es nur ein paar Schritte auf dem Forstweg zur nächsten Abzweigung des Wald-Wurzel-Wegs nach Gerawald/Feldkircher Hütte. Die weiß-rot-weiße Markierung ist gut zu finden. Ab Gerawald ist das Vorderälpele als Ziel bezeichnet. Aus immer neuen Perspektiven kann der Blick übers Rheintal genossen werden. Kurz vor dem höchsten Punkt beeindruckt das als „Bäralöcher“ bezeichnete Gelände, der letzte Aufstieg. Rechts steigt das Gelände zum „Saroja“ auf, links beginnt die über „Mistelmark“ zur Tisner Skihütte abfallende Geländekuppe.
Auf der Kuppe angekommen, befindet sich links der Grenzstein, und gleich unterhalb ist die Forststraße zu sehen. Von hier aus erstrecken sich Blicke über das Walgau. Vom Hohen Freschen zum Walserkamm weiter bis ins Klostertal und zur benachbarten Gurtisspitze. Ein sichtbarer Orientierungspunkt ist der 1971 erbaute, 50 Meter hohe ORF-Sendemast. Ab der Abzweigung „Vorderälpele“ rücken auch das Rheintal und der Bodensee wieder ins Blickfeld.
An diesem beschaulichen Ort wurde jedoch vor über 500 Jahren wild gekämpft. Während der „Schwabenkriege“ fand hier beim Vorderälpele am 20. April 1499 ein Kampf der „Schlacht bei Frastanz“ statt. Über den Royasattel kamen eidgenössische Soldaten und trafen hier auf Tiroler Erzknappen und habsburgische Büchsenschützen. Es wird berichtet, dass die Tiroler und Habsburger den Berghang hinuntergetrieben und dort vom eidgenössischen Heer aufgerieben wurden. Das Horn im Wappen von Frastanz erinnert noch heute an diese Begebenheit.
Eine Zuordnung der Berge in Sichtweite ist auf der Panoramatafel bei der Tisner Hütte zu sehen. Diese wurde vom Skiverein Tisis Mitte der 1960er-Jahre erbaut. Dort beginnt auch der Abstieg nach Tisis.

<span class="copyright">Gerhard Vylet</span>
Gerhard Vylet

Rückweg

Am Waldrand ist ein Weg über die Wiese zum Forstweg zu erkennen, welcher eine schöne Aussicht übers Rheintal bis zum Bodensee bietet. Rechts zweigt der schmale Waldweg ab, nun werden mehrere Forstwege gequert und im Zickzack wird nach unten abgestiegen. Am Waldrand angekommen, ist das Zollamt Tisis am Wegweiser gelb-weiß markiert. Der Forstweg führt am Gebäude der Agrargemeinschaft Tisis vorbei. Gleich danach lädt die 2020 neu errichtete Kneipp-Anlage zu einer Rast ein. Flach führt der Weg zum Waldrand und durch Gallmist über den Fangs- und Barackenweg zum Zollamt zurück.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.