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Wertschätzung für die Vielfalt

27.05.2022 • 18:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Stefanie Egle-Fiel</span>
Stefanie Egle-Fiel

Die Aufblüherei in Feldkirch lässt einen inklusiven Garten entstehen.

Der Verein „Aufblüherei – Begegnungsraum Garten“ in Feldkirch hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Ort zu schaffen, in dem Begegnungen zwischen Mensch und Natur stattfinden können.

NEUE-Gartenfestival

Die Aufblüherei ist beim NEUE-Gartenfestival in Dornbirn mit ihrem eigenen Stand vertreten und präsentiert ein spannendes, buntes Programm für Kinder und Erwachsene. Kinder können beim Pflanzenraten mitmachen und ihre eigenen nachhaltigen Blumentöpfe bauen. Die barrierefreien Hochbeete der Aufblüherei werden vorgestellt und können von allen Besuchern besichtigt werden.

Geschichte des Vereins

Die Idee zur Gründung des Vereins entstand während der Coronapandemie. Im November 2020 fanden sich die vier Gründungsmitglieder Barbara Böckle, Patrick Breuss, Anja Ender und Stefanie Egle-Fiel zusammen. Sie wollten vor allem gegen die Vereinsamung der Menschen ankämpfen und einen Raum schaffen, in dem Begegnungen wieder stattfinden können. Die Natur spielt dabei eine zentrale Rolle. Primär bei Kindern habe eine Naturentfremdung stattgefunden, so Gründungsmitglied Egle-Fiel. Der Garten solle Bildung und Begegnungen in Verbindung bringen. „So können Mensch und Natur gemeinsam aufblühen“, erklärt Gründungsmitglied Egle-Fiel. Die Eröffnung des Gartens konnte allerdings, aufgrund der Pandemie, erst im Februar 2022 stattfinden. Inzwischen arbeiten 17 Mitglieder mit unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen im Verein mit. Das Grundstück, auf dem der Garten entstanden ist, wurde von der Stadt Feldkirch zur Verfügung gestellt.

Inklusiver Raum für alle

Barrierefreie Wege und Zugänge zum Garten waren für die Mitglieder der Aufblüherei besonders wichtig. Eine große Unterstützung bot dabei die Firma Nesensohn Transport, die aktiv mithalf und hindernisfreie Zugänge zum Garten anlegte. So ist der Begegnungsgarten in Feldkirch auch für Menschen mit Beeinträchtigungen ohne fremde Hilfe gut und jederzeit zu erreichen. Die barrierefreien Hochbeete erleichtern es älteren Personen sowie Menschen im Rollstuhl, sich aktiv im Garten zu beteiligen und zu gärtnern. Die Firma Integra Vorarlberg half bei der Entwicklung und Erbauung der Hochbeete mit.

Gemeinsam lernen

Der Begegnungsgarten dient außerdem als pädagogischer Raum, in dem sowohl Kinder als auch Erwachsene näher an die Natur herangeführt werden. Dazu plant der Verein unterschiedliche Veranstaltungen wie Kochworkshops oder Spielnachmittage für Kinder. Ein nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln und die Liebe zur Vielfalt wird so an die Mitglieder weitergegeben. Das gemeinsame Lernen steht hierbei im Mittelpunkt. Auch für Volksschulen und Kindergärten bietet der Begegnungsgarten Raum. Die Kinder können sich im Garten treffen, sich austauschen und gemeinsam lernen und gärtnern. Der Kindergarten Altenstadt betreut bereits sein eigenes Kräuterbeet.

Interessierte können die Aufblüherei jederzeit besuchen. Mitwochnachmittags ab 16 Uhr findet regelmäßig das „zemma gärtla“ in der Aufblüherei statt. Dort ist immer ein Mitglied des Vereins als Ansprechperson anzutreffen. Weitere Informationen unter: www.aufblueherei.at

Sidonie Schwarzmann