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Paradiesische Vielfalt im Tomatenbeet

28.05.2022 • 14:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Harald Rammel</span>
Harald Rammel

Tomatenpflanzen sind vielfältig und lassen sich praktisch überall züchten.

Als die ersten Tomatenpflanzen nach Europa kamen, fühlte man sich an die verbotene Frucht aus dem Garten Eden erinnert, weshalb man das Nachtschattengewächs in Ostösterreich auch heute noch als Paradeiser bezeichnet. Dazu passte es, dass man die Früchte lange für giftig hielt und nur zur Zierde pflanzte. Die „Paradiesäpfel“, wie sie auch genannt werden, gibt es in den verschiedensten Farben und Variationen. Von fast-schwarz bis knallrot und von grün bis gelb. Nachdem die heimischen Supermarktregale lange Zeit von eher wassrigen Gewächshaustomaten dominiert wurden, sind auch große Händler in den letzten Jahren wieder auf alte Sorten aufmerksam geworden und bieten entsprechende Variationen an.

Bunte Vielfalt

Hobbygärtner erhalten in den Vorarlberger Gärtnereibetrieben verschiedene Setzlinge, aber auch eine Vielzahl an Samen zur eigenen Aussaat. Alle Tomatensorten lieben die Sonne und brauchen eine gute Bewässerung. Man sollte sie aber ausschließlich von unten gießen, da Tomaten keine Bewässerung von oben vertragen und schnell Mehltau ansetzen oder andere Pilzerkrankungen wie Phytophthora infestans, der die Kraut- und Braunfäule auslöst, anziehen. Das macht Tomaten dafür zu den idealen Balkon- und Terrassenpflanzen. Allerdings sollten die Töpfe groß genug sein, um die Pflanzen zu ernähren. Nachdem diese drei oder vier fruchttragende Rispen angesetzt haben, kann man die übrigen Triebe ausbrechen. Sie kosten nur zusätzliche Kraft und verringern die Ernte. Völlig entblättern sollte man die Stauden allerdings nicht, auch wenn hie und da behauptet wird, dass sich dadurch die Reife beschleunigen lasse.

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Harald Rammel

Paradeiserpatenschaft

Der Verein „Arche Noah“, der sich der Erhaltung alter Sorten verschrieben hat, bietet auch sogenannte Paradeiserpartnerschaften an. Für 12 Euro im Monat kann man damit die Zucht und Verbreitung alter Tomatensorten unterstützen. Die Spende wird mit Saatgut belohnt.
Im Sortenbuch der „Arche Noah“ finden sich allein über 500 Tomatensorten. Zur weltweiten Sortenvielfalt schwanken die Angaben sehr stark. Zumindest über 3000 sollen angemeldet worden sein.