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8,5 Jahre Haft wegen 9,6 Kilogramm Kokain

09.06.2022 • 18:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Rauch

Vorbestrafter schmuggelte für Drogenbande 8 Kilogramm und verkaufte zusätzlich 1,6 Kilogramm Kokain.

Mit geschmuggelten acht Kilogramm Kokain wurde der in Vorarlberg aufgewachsene Bosnier am 8. Oktober 2021 erwischt und festgenommen. Der Wert des aus Belgien für eine Drogenbande geschmuggelten Kokains betrug mehr als eine halbe Million Euro, der Reinheitsgehalt hohe 82 Prozent. Der angestellte Security gab zu, seit 2018 in Vorarlberg für die kriminelle Organisation zusätzlich 1,6 Kilogramm Kokain verkauft zu haben.

8,5 Jahre Gefängnis

Vor allem wegen 9,6 Kilo Kokain wurde der mit vier Vorstrafen belastete Angeklagte am Donnerstag in der Schöffenverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu 8,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil, mit dem der von Thomas Lins verteidigte Untersuchungshäftling und Staatsanwalt Heinz Rusch einverstanden waren, ist bereits rechtskräftig. Der Strafrahmen betrug 1 bis 15 Jahre Haft.


Wegen der enormen Drogenmengen sei die Strafe hoch ausgefallen, sagte Richterin Magdalena Rafolt als Vorsitzende des Schöffensenats in ihrer Urteilsbegründung. Bei der Strafbemessung sei das weitgehende Geständnis des Angeklagten mildernd berücksichtigt worden. Der Schuldspruch erfolgte wegen Suchtgifthandels, unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften, Geldwäsche, Verleumdung und falscher Beweisaussage. Über die angeklagte Körperverletzung wurde am Donnerstag nicht geurteilt.

Geldwäsche

Der 47-Jährige räumte ein, seit Jahren Kokain konsumiert zu haben. Zudem habe er für die Drogenbande Geldwäsche betrieben, indem er Drogengelder im Ausmaß von mehr als 50.000 Euro überwiesen und transportiert habe. Und er habe als Zeuge im Prozess gegen einen angeklagten Dealer falsch ausgesagt und die Polizei verleumdet.


Rusch gab am Donnerstag als Sprecher der Staatsanwaltschaft keine Auskunft zur Frage, ob der Angeklagte für jene serbisch-bosnische Organisation tätig gewesen sei, deren 38-jähriges Mitglied sich in Feldkirch in Untersuchungshaft befinde. Wie berichtet, wird dem angeklagten Serben zur Last gelegt, als Anstifter für den Schmuggel und die Weitergabe von circa 103 Kilo Kokain, 60 kg Heroin und 291 kg Marihuana verantwortlich zu sein.


Sein Gewinn aus seinen Drogengeschäften für die Organisation habe aus Kokain bestanden, sagte der am Donnerstag verurteilte Bosnier. Wegen des Kokains habe er seine Familie verloren, sagte der geschiedene Vater von Kindern. Der 47-Jährige berichtete zudem weinend, er könne im August bei der Hochzeit seiner Tochter gar nicht dabei sein.

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