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Geschäftsführer zweigte zumindest 51.750 Euro ab

22.06.2022 • 19:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Rechtskräftig wegen Untreue fünf Monate Gefängnis auf Bewährung für unbescholtenen 37-Jährigen.

Der Angeklagte gab zu, dass er in knapp fünf Jahren als damaliger Geschäftsführer eines Unterländer Unternehmens zumindest 51.750 Euro aus Firmengeldern abgezweigt hat. Demnach hat er zahlreiche Zahlungseingänge nicht verbucht.

Das trug dem mittlerweile arbeitslosen 37-Jährigen am Mittwoch im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen des Vergehens der Untreue ein. Dafür wurde der unbescholtene und geständige Angeklagte zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt. Der Republik Österreich hat er als sogenannten Verfallsbetrag für die kriminelle Bereicherung 51.750 Euro zu bezahlen.

Mit seinen Schadenersatzansprüchen von 143.000 Euro wurde das geschädigte Unternehmen auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Das milde Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Dietmar Nußbaumer, mit dem der Angeklagte und der Staatsanwalt einverstanden waren, ist rechtskräftig.

Weitere Untreue-Anklagepunkte

Freigesprochen wurde der Angeklagte im Zweifel von zwei anderen Untreue-Anklagepunkten. Demnach war für den Schöffensenat nicht erwiesen, dass der Geschäftsführer mit Firmenkreditkarten private Aufwendungen bezahlt hat. Dazu sagte der Angeklagte, er sei beispielsweise dienstlich nach Teneriffa und London gereist. Für das Gericht war auch nicht bewiesen, dass der Geschäftsführer versucht hat, sein Dienstauto zu verkaufen und den Verkaufserlös einzustecken. Selbst Staatsanwalt Markus Fußenegger beantragte am Ende der Hauptverhandlung Freisprüche zu diesen beiden Anklagevorwürfen.

Der Geschäftsführer hat Abgaben nicht entrichtet. Er sagte vor Gericht, dem Finanzamt habe er die geforderten 100.000 Euro bereits bezahlt, der Sozialversicherung schulde er noch 34.000 Euro. Verteidiger Alexander Juen merkte an, während der Geschäftsführertätigkeit seines Mandanten sei der Umsatz von 25.000 auf 350.000 Euro angewachsen.