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Erfreuliche Bilanz in den Freibädern

15.08.2022 • 19:23 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
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klaus hartinger

Die Vorarlberger Bäderbetreiber ziehen eine erste Zwischenbilanz zur heurigen Badesaison und sind mehr als zufrieden.

Das Wetter der vergangenen Wochen lässt bereits erahnen, welch erfreuliche Zwischenbilanz die Vorarlberger Freibäder heuer bisher ziehen können. Ein Rundruf unter den Betreibern aus dem ganzen Land bestätigt dies auch. „Wir hatten glücklicherweise einen ziemlich perfekten Sommer. Das ist auch gut so, denn somit können wir den verlorenen Umsatz wieder aufholen“, so Ewald Petritsch, Bädersprecher und Geschäftsführer des Erholungszentrums Rheinauen in Hohenems.

Bädersprecher, Ewald Petritsch. <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span>
Bädersprecher, Ewald Petritsch. Dietmar Stiplovsek

Etwas über 110.000 Besucher konnten bis zur vergangenen Woche im Hohenemser Schwimmbad gezählt werden. Dies sei die Anzahl an Menschen, die durchschnittlich in einer Saison das Freibad besuchen würden, so der Geschäftsführer. An den Rekordsommer von 2003, in welchem rund 200.000 Besucher die Hohenemser Rheinauen stürmten, komme man dieses Jahr aber wohl nicht mehr heran. Der Spitzenwert konnte an einem Sonntag im Juni verzeichnet werden, erzählt er weiter. Da waren knapp 7000 Menschen vor Ort. Insgesamt merke man, dass dieses Jahr auch wieder viele Stammgäste vorbeischauen, die letztes Jahr aufgrund der Coronaregelungen ferngeblieben seien.

Badespaß im Rheinauen in Hohenems. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Badespaß im Rheinauen in Hohenems. Klaus Hartinger

Rückgang von Saisonkarten

Auch der Betriebsleiter der Stadtwerke Bregenz, Alexander Fritz, schließt sich dem an. Neben dem schlechten Wetter im letztjährigen Sommer seien vor allem die 3G-Kontrollen mühsam gewesen. Umso erfreuter sei man nun natürlich, dass sowohl das schlechte Wetter als auch Corona keine Rolle mehr gespielt hätten. Wie viele andere Freibäder im Land hat auch das Strandbad die Besucherzahl des Vorjahres bereits übertroffen. Bis zur vergangenen Woche konnten 120.000 Besucher gezählt werden, der langjährige Durchschnitt von 150.000 ist somit aber noch nicht erreicht.


Aufgrund der Baustelle für das neue Hallenbad nimmt der Betriebsleiter jedoch einen Rückgang bei den Saisonkarten von Kindern und Jugendlichen wahr. „Wir haben wegen der Baustelle auf der Sportwiese kaum noch Sportangebote. Man kann kein Fußball oder Volleyball mehr spielen.“ Trotz dieser Umstände sei man über die heurige Saison aber doch sehr erfreut. Stand letzter Woche war das Strandbad bisher seit 9. Mai nur acht Tage geschlossen. Außerdem kommt der Einrichtung bei Schlechtwetter, das Hallenbad direkt neben dem Freibad zugute.

Rekordverdächtig

Mit bisher nur neun geschlossenen Tagen zeigen sich auch die Verantwortlichen des Hittisauer Freibads im Bregenzerwald sehr zufrieden. 2021 musste das Bad nämlich ganze 29 Tage geschlossen bleiben, wie Bademeister und Betriebsleiter Markus Steurer informiert. Bisher tummelten sich bei schönem Wetter 20.000 Besucher im Bad. Gegenüber der Besucherzahl der gesamten letztjährigen Saison sind dies jetzt schon um 4000 mehr.

Walgaubad Nenzing. <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span>
Walgaubad Nenzing. Dietmar Stiplovsek

Über dem Wert vom Vorjahr liegen auch die Besucherzahlen im Walgaubad in Nenzing. „Mit 2021 kann das heurige Jahr aber definitiv nicht verglichen werden“, meint Geschäftsführer Oliver Tschabrun. Letztes Jahr sei der schlechteste Sommer überhaupt gewesen, heuer hingegen einer der Besten. Schon seit zwei Wochen habe er den Wert an Zutritten der letztjährigen Badesaison übertroffen. Tschabrun spricht sogar davon, sein Rekordjahr 2018 mit 110.000 Besuchern noch knacken zu können. Den aktuell verzeichne man bereits 80.000 Besucher. Anders als die meisten Freibäder im Land schließt das Walgaubad nicht mit Schulbeginn, sondern erst mit 30. September. Aus Sicht des Geschäftsführers sind die längeren Öffnungszeiten ein klarer Vorteil. Zudem hat das Bad bei jeder Witterung geöffnet. In einem schlechten Jahr könne dadurch noch einiges kompensiert werden, falls das Wetter im Herbst noch gut sei.

Oliver Tschabrun, Geschäftsführer Walgaubad Nenzing. <span class="copyright">Dietmar Stiplovsel</span>
Oliver Tschabrun, Geschäftsführer Walgaubad Nenzing. Dietmar Stiplovsel

Weiterhin schönes Wetter erhofft

Über gutes Wetter in den nächs­ten Wochen würde sich Chris­tian Fernandez ebenso freuen. Er ist Bademeister im Waldbad in Lech und spricht davon, dass aktuell schon fast doppelt so viele Besucher da waren als 2021 die gesamte Saison über. Genaue Zahlen hat er allerdings noch keine. Auch wie lange das Waldbad noch geöffnet hat, ist unklar, vermutlich aber bis Mitte September.

Waldbad Lech. <span class="copyright">Lech Tourismus</span>
Waldbad Lech. Lech Tourismus

Bleibt zu hoffen, dass die Wünsche der Bäderbetreiber in Erfüllung gehen und auch die letzten Wochen der Freibadsaison noch mit möglichst gutem Wetter über die Bühne gehen.

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