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Entwarnung an Bregenzer Schule

27.05.2020 • 09:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Volksschule Schendlingen. <span class="copyright">Todorovic</span>
Volksschule Schendlingen. Todorovic

In der Volksschule Schendlingen wurden 33 Lehrer negativ getestet.

Kollektives Aufatmen in der Volksschule Schendlingen. In der Bregenzer Bildungseinrichtung wurden zuletzt zwei Kinder aus der Nachmittagsbetreuung positiv auf das Corona-Virus getestet. In der Folge begaben sich 38 Schüler, sieben Lehrpersonen und drei Betreuer in Quarantäne, da sie als Kontaktpersonen mit den beiden infizierten Mädchen identifiziert wurden.

Daraufhin hat sich auch ein Großteil des Lehrerkollegiums freiwillig testen lassen und gestern kam die finale Entwarnung. „Die 33 Lehrkräfte und Betreuer haben alle ein negatives Ergebnis“, erklärt Direktor Bruno Jagg. Die Übermittlung der Ergebnisse hat durchaus Zeit in Anspruch genommen, diese kamen tröpfchenweise in der Schule an. Manche Lehrer erhielten ihren Bescheid bereits am Sonntag, die letzten beiden negativen Testergebnisse gingen wie erwähnt am Dienstag in der Früh ein.

„Die 33 getesteten Lehrkräfte und Betreuer habe negative Ergebnisse.“

Bruno Jagg, Direktor

Viele Gerüchte

Die vergangenen Tage waren für die Schulleitung keine leichten, machten doch Gerüchte in sozialen Netzwerken die Runde, einige Lehrer hätten sich infiziert. Dies ist nun widerlegt und Direktor Jagg hofft, dass die Eltern und Schüler nun wieder mehr Vertrauen schöpfen. „Wir hatten viele Anfragen in den vergangenen Tagen. Jenen, die sich bei uns gemeldet haben, konnten wir die Ängste nehmen und sie sachlich über den Stand der Dinge aufklären“, erklärt der Schulleiter.

Die Volksschule Schendlingen betreibt aktive Aufklärung und geht auf die Eltern zu. <span class="copyright">Hartinger</span>
Die Volksschule Schendlingen betreibt aktive Aufklärung und geht auf die Eltern zu. Hartinger

Mehr al 20 Kinder abgemeldet

Schwieriger sei die Situation bei Eltern, die den Gerüchten ohne Rückmeldung bei der Schule glauben schenken würden. Sie zu erreichen sei nicht einfach, obwohl die Schule auf ihrer Homepage vor falschen Informationen warnt. „Bitte achten Sie darauf, keine falschen Tatsachen (sic!) oder Gerüchte zu verbreiten. Mit unsinnigen Geschichten in den sozialen Medien (WhatsApp, Facebook) werden derzeit leider viele Eltern und Kinder unnötigerweise verängstigt“, ist auf der Schul-Homepage zu lesen.

https://vs-schendlingen.vobs.at/infotermine/corona-information-22-mai-2020/

Dennoch wurden mehr als 20 Kinder von ihren Eltern seit Bekanntwerden der beiden positiven Fälle vom Unterricht abgemeldet. Minister Heinz Faßmann hatte diese Option aufgezeigt, von der nun Eltern Gebrauch machen. Das bedeutet, dass diese Kinder bis September keine Schule mehr besuchen werden. Die Eltern müssen den Stoff mit den Kindern zu Hause selbst durchgehen. „Es ist das gleiche Prozedere wie bei einer Krankmeldung. Die Eltern müssen sich um die Beschaffung der Materialen kümmern. Homeschooling durch die Lehrperson können wir nicht mehr anbieten, da die Schule bekannterweise wieder ganz normal Betrieb hat“, lässt Jagg wissen.

Direktor Jagg kann die Lehrkräfte und Kinder aus der Quarantäne wieder begrüßen. <span class="copyright">Hartinger</span>
Direktor Jagg kann die Lehrkräfte und Kinder aus der Quarantäne wieder begrüßen. Hartinger

Alle zurück

Am Donnerstag und somit morgen, werden die 38 Schüler, sieben Lehrpersonen und drei Betreuer zurückerwartet, die sich zuletzt in Quarantäne befanden. Sie zeigten keine Symptome und haben teilweise sogar negative Testergebnisse. Dennoch mussten sie die volle Quarantänezeit von 14 Tagen zu Hause bleiben. Ab morgen sind sie wieder an der Schule und dann hoffen alle Verantwortlichen wieder auf einen Funken Normalität im Schulbetrieb.