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16.800 Menschen in Vorarlberg ohne Job

02.06.2020 • 14:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat wieder leicht zurückgegangen. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat wieder leicht zurückgegangen. Klaus Hartinger

Derzeit sind um 78 Prozent mehr Leute auf Jobsuche, als im Mai 2019.

Die Zuwächse bei den Arbeitslosenzahlen in Vorarlberg im Vergleich zu 2019 bleiben unverändert hoch. Wie das AMS Vorarlberg am Dienstag in einer Aussendung mitteilte, waren per Ende Mai 2020 im fast 16.800 Menschen im erwerbsfähigen Alter in Vorarlberg als arbeitslos gemeldet. Das ist ein Plus von 77,8 Prozent gegenüber dem Mai 2019.
Gleichzeitig sank gemäß der Aussendung die Zahl der Schulungsteilnehmer um fast 36 Prozent auf 1485 Personen. Damit sind in Vorarlberg derzeit beinahe 18.300 Menschen ohne Arbeit. Ebenfalls ernüchternd sei die Tatsache, dass die Zahl der beim AMS gemeldeten und sofort verfügbaren Stellen um mehr als 26 Prozent auf 2977 Jobs zurückging, so AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter in der Aussendung.

AMS-Landesgschäftsführer Bernhard Bereuter. <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span>
AMS-Landesgschäftsführer Bernhard Bereuter. Dietmar Stiplovsek

Mit diesem Zuwachs liegt Vorarlberg über dem Österreich-Schnitt von plus 69,7 Prozent. Am härtesten traf es im Mai dieses Jahres Tirol mit einem Plus von 111,1 Prozent, gefolgt von Salzburg mit plus 100,1 Prozent und der Steiermark mit plus 84,6 Prozent. Auf Rang vier folgt bereits Vorarlberg. Die Arbeitslosenquote in Vorarlberg stieg im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr von 5,4 Prozent auf 9,4 Prozent.
Es gibt jedoch zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer. Vergleicht man die Zahl der Vorarlberger Arbeitslosen im April und im Mai 2020, so zeigt sich in absoluten Zahlen ein Monats-Rückgang von 17.928 auf jetzt 16.796 arbeitslose Personen. Allerdings sind solche Monatsvergleiche innerhalb des selben Jahres mit Vorsicht zu genießen. Denn sie zeigen auch in den Vorjahren mitunter deutliche Schwankungen, etwa wenn die Wintersaison im Tourismus startet oder endet.

Begründet wird die aktuelle Entwicklung mit den Lockerungen der Covid-19-Maßnahmen, da wieder vermehrt Menschen im Bereich Gastronomie, Friseure oder Baugewerbe einen Job finden.
„Wir werden unseren Fokus wieder verstärkt auf die Vermittlung der arbeitslosen Menschen richten“, so Bereuter. Gemäß seinen Angaben ist es wichtig, dass sich Jobsuchende rasch und intensiv auf die freien Stellen bewerben und die Zeit der Arbeitsuche zur Weiterbildung nutzen. Gemeinsam mit dem Land Vorarlberg sei deshalb das Budget für die Übernahme der Kosten von Qualifizierungskursen deutlich erhöht worden.

Von Günther Bitschnau/wpa