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VLV bislang ohne Prämienausfälle

02.06.2020 • 18:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit dem Geschäftsjahr 2019 zeigt sich die VLV sehr zufrieden. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Mit dem Geschäftsjahr 2019 zeigt sich die VLV sehr zufrieden. Klaus Hartinger

Zahlungsausfälle für Prämien seien statistisch unauffällig.

Die Vorarlberger Landesversicherung VLV verzeichnet seit Beginn des Covid-19-Lockdowns Mitte März 2020 in Vorarlberg keine statistisch auffälligen Ausfälle bei den Prämienzahlungen der Versicherungsnehmer. „Die Zahlungsmoral ist derzeit unverändert hoch und unterscheidet sich dadurch nicht von den Vorjahren“, so Vorstandsdirektor Robert Sturn im wpa-Gespräch. Er betonte dabei jedoch das Wort „derzeit“. „Was da noch im Spätsommer oder Herbst 2020 auf uns zukommt, können wir derzeit nicht seriös abschätzen.“

VLV-Vorstandsdirektor Robert Sturn. <span class="copyright">VLV/Darko Todorovic</span>
VLV-Vorstandsdirektor Robert Sturn. VLV/Darko Todorovic

Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt unterdessen, dass die VLV im Geschäftsjahr 2019 zulegen konnte. So stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in der nichtversicherungstechnischen Rechnung (gesamt) von vormals 795.000 Euro auf jetzt 3,99 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von fast 990.000 Euro auf nunmehr 1,5 Millionen Euro. „Wir sind mit 2019 sehr zufrieden“, so Sturn. Er begründet die Entwicklung mit mehreren Faktoren. So seien im Vorjahr keine größeren oder außerordentlichen Schadensereignisse aufgetreten. Zudem habe sich der Veranlagungsbereich gut entwickelt. „Außerdem sind wir über der Marktentwicklung gewachsen und kamen erstmals auf ein Prämienvolumen von über 100 Millionen Euro, konkret auf 101 Millionen Euro.“

Sicherheitstöpfe

Aus diesem Grund sei die VLV auch für ein „schlimmeres wirtschaftliches Szenario“ finanziell sehr gut aufgestellt. „Unsere Sicherheitstöpfe sind gefüllt. Wir können alle Leistungen erbringen und die Schadensfälle abwickeln. Die VLV kommt ihren Verpflichtungen ohne Einschränkung nach“, so Sturn. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die diversen Rückstellungen der VLV. So belaufe sich die Deckungsrückstellung auf mittlerweile mehr als 206 Millionen Euro. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Ver­sicherungsfälle beträgt gemäß Jahresabschluss 2019 rund 118 Millionen Euro. Und die Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung beziehungsweise Gewinnbeteiligung der ­Versicherungsnehmer stieg von 14,7 Millionen Euro auf 16,6 Millionen Euro.
Die VLV beschäftigt in Vorarlberg fast 200 Mitarbeiter.

Von Günther Bitschnau/wpa