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LKH: Nach wie vor Besuchsverbot

07.06.2020 • 09:53 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Noch immer herrscht ein striktes Besuchsverbot an den heimischen Krankenhäusern. <span class="copyright">Klaus Hartingern</span>
Noch immer herrscht ein striktes Besuchsverbot an den heimischen Krankenhäusern. Klaus Hartingern

Keine Ansteckungen von Patienten und nur wenige unter Mitarbeitern.

Beinahe drei Monate ist es nun her, dass der österreichweite Shutdown zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus das öffentliche und private Leben sowie auch die Arbeitswelt quasi über Nacht größtenteils lahmgelegt hat. Nachdem es mittlerweile zu vielen Lockerungen der strengen Vorschriften seitens der Bundesregierung gekommen ist, erkundigte sich die NEUE am Sonntag bei der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), wie die fünf Landesspitäler durch diese Corona-Zeit gekommen sind. Die Bilanz fällt durchwegs positiv aus, wie Andrea Marosi-Kuster von der KHBG-Unternehmenskommunikation erklärt: „Die Coronakrise konnte aufgrund des großen Einsatzes aller Mitarbeitenden und der hohen Flexibilität gut gemeistert werden. Die größte Herausforderung lag im Schutz der Mitarbeitenden, um den Betrieb zu jedem Zeitpunkt aufrecht erhalten zu können.“ Dieses Vorhaben sei letztlich auch deshalb gelungen, weil sich die Bevölkerung an das strikte Besuchsverbot gehalten habe und viel Verständnis für die Einschränkung des Leistungsangebotes während der Hochphase der Krise aufgebracht habe.

Auch bei der Garageneinfahrt wird auf das bestehende Besuchsverbot hingewiesen. <span class="copyright">Klaus Hartingern</span>
Auch bei der Garageneinfahrt wird auf das bestehende Besuchsverbot hingewiesen. Klaus Hartingern

Besuchsverbot

Besuchsverbot. Nachdem das Angebot an Eingriffen und Behandlungen seit April Schritt für Schritt wieder erweitert worden sei, werde aktuell darüber nachgedacht,  das vorherrschende strikte Besuchsverbot  zu lockern. Dies könnte sich demnächst ändern: „Aufgrund der konstanten Infektionszahlen in Vorarlberg wird eine weitere Lockerung der Besucherregelung für die Landeskrankenhäuser angedacht“, heißt es seitens der KHBG.

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Klaus Hartinger

Natürlich seien auch Fälle verzeichnet worden, in welchen versucht worden sei, das Besuchsverbot zu umgehen. Vorkommnisse dieser Art hätten sich gemäß KHBG jedoch in Grenzen gehalten. „Die meis­ten Menschen zeigen großes Verständnis. Natürlich gab es die eine oder andere Idee, das Besuchsverbot zu umgehen. Nach eingehender Erklärung konnte die jeweilige Situation gut ­geklärt werden“, so Andrea Marosi-Kuster.

Strenge Vorschriften

Hinsichtlich der aktuell gültigen Sicherheitsmaßnahmen erläutert Marosi-Kuster von der KHBG-Unternehmenskommunikation: „Es müssten nach wie vor strenge Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Diese sind vom Institut für Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorge – angelehnt an die Empfehlungen des Robert Koch Instituts in Berlin – ausgearbeitet wurden.“ So müssten in den Gesundheitseinrichtungen unter anderem von jedem Schutzmasken getragen und ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden. „Diese Verhaltensregeln gelten für alle Personen, welche in die Landeskrankenhäuser kommen. Zudem dürfen Menschen mit Symptomen die LKH nach wie vor nicht betreten“, so Marosi-Kuster.

“Diese Verhaltensregeln gelten für alle Personen, welche in die Landeskrankenhäuser kommen. Zudem dürfen Menschen mit Symptomen die LKH nach wie vor nicht betreten.”

Andrea Marosi-Kuster, KHBG-Unternehmenskommunikation

Die Einhaltung der Regeln habe dazu beigetragen, dass sich bislang noch kein einziger Patient im Spital mit dem neuartigen Virus angesteckt hätte. „Die Mitarbeitenden halten während der gesamten Corona-Pandemie die gesetzten Hygienemaßnahmen vorbildlich ein, so dass sowohl sie selbst als auch die Patientinnen und Patienten stets gut geschützt sind. Zudem wurden Corona-Verdachtsfälle und Corona-positive Personen streng isoliert in Einzelzimmern behandelt“, verdeutlicht Kommunikationsbeauftragte Andrea Marosi-Kuster weiter.

<span class="copyright">KHBG/Karin Nussbaumer</span>
KHBG/Karin Nussbaumer

Keine Routinetests

Keine Routinetests. Dies sei denn auch mit ein Grund dafür, dass sich  nur wenige Spitalsmitarbeitende mit dem neuartigen Virus angesteckt hätten – dies sei vor allem in der Anfangsphase der Pandemie der Fall gewesen. Somit werde auch künftig auf Routinetests auf das Coronavirus verzichtet.

„Prinzipiell haben aber alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Doch sind gerade Tests an symptomlosen Personen in ihrer Aussagekraft nur sehr eingeschränkt verwertbar“, so Marosi-Kuster abschließend.