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62-jähriger Täter verletzte Bruder

24.06.2020 • 18:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
62-jähriger Täter verletzte Bruder
Warten auf die Urteilsverkündung

Verurteilt wegen Körperverletzung.

Nach den gerichtlichen Feststellungen im Strafverfahren hat der damals 62-jährige Angeklagte im Juli 2016 im Bezirk Bregenz seinen 58-jährigen Bruder geschlagen und gegen ein Bett gestoßen. Demnach erlitt das Opfer dabei eine Prellung am rechten Fuß. Dafür wurde der Angeklagte beim Strafprozess im Oktober 2018 am Landesgericht Feldkirch wegen Körperverletzung zu einer teilbedingten Geldstrafe von 450 Euro (90 Tagessätze zu je fünf Euro) verurteilt. Davon betrug der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 225 Euro. Der Berufung des Angeklagten gab das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) keine Folge. In der Berufungsverhandlung am 31. Jänner 2019 wurde die erstinstanzliche Entscheidung bestätigt und das Urteil damit rechtskräftig.

Schwere Körperverletzung

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hatte Anklage wegen schwerer Körperverletzung erhoben. Nach Darstellung der Anklagebehörde hat der Beschuldigte seinen Bruder nicht nur geschlagen und gegen ein Bett geschubst, sondern vor allem gegen einen Heizkörper gestoßen. Das Gewaltopfer sei dabei mit dem Kopf gegen den Heizkörper geprallt und habe sich so eine Hirnblutung zugezogen, hieß es im Strafantrag. Davon war der Strafrichter aber nicht überzeugt.

Angebliche Hirnblutung

Zivilrechtlich hat der mittlerweile 62-jährige Geschädigte seinen inzwischen 66-jährigen Bruder wegen der behaupteten Hirnblutung durch den Stoß gegen den Heizkörper verklagt. Im anhängigen Zivilprozess fand in dieser Woche am Landesgericht die jüngste Verhandlung statt. Das Urteil ist noch offen.
Der Kläger fordert von seinem Bruder als Schadenersatz 41.000 Euro sowie die Haftung für allfällige künftige Schäden aus dem behaupteten Vorfall. Das teilte gestern auf Anfrage Gerichtssprecher Norbert Stütler mit. Der Beklagte sagt, er sei für die Hirnblutung seiner Bruders nicht verantwortlich. Denn er habe ihn nicht gegen den Heizkörper gestoßen.