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Falschgeld im Bregenzer Spielcasino eingetauscht

30.06.2020 • 19:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Falschgeld im Bregenzer Spielcasino eingetauscht
PIXABAY

Geldstrafe für 38-Jährigen, der versucht haben soll, mit ­gefälschtem 500-Euro-Schein Eintritt zu bezahlen.

Der in der Schweiz lebende Türke hat am 22. Dezember 2019 im Bregenzer Spielcasino mit einem gefälschten 500-Euro-Schein den Eintritt von 30 Euro bezahlt. Das trug dem 38-jährigen Koch nun beim Strafprozess am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen des Verbrechens des Besitzes und der Weitergabe nachgemachten Geldes ein. Dafür wurde der unbescholtene Angeklagte zu einer teilbedingten Geldstrafe von 2400 Euro (300 Tagessätze zu je acht Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 1600 Euro. 800 Euro wurden auf Bewährung nachgesehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre fünf Jahre Gefängnis gewesen.

Bedingter Vorsatz

Die Strafrichterin ging zumindest von einem bedingten Vorsatz aus. Demnach hat der Angeklagte in Kauf genommen, dass der Geldschein gefälscht sein könnte. Sie hielt die Angaben des Beschuldigten für unglaubwürdig.
Der Angeklagte beantragte einen Freispruch. Er behauptete, er habe nicht gemerkt, dass es sich um Falschgeld handelte.

Der Casino-Rezeptionistin fiel die Fälschung aber sofort auf. Sie sagte als Zeugin, Papier und Druck des Scheins seien auffällig gewesen. Zudem sei auf dem Papiergeld das Wort „Kopie“ geschrieben gewesen. Sie habe sofort einen Kollegen informiert, der dann den angeklagten Gast auf das Problem mit dem Geld angesprochen und die Polizei informiert habe.

Der Beschuldigte gab zu Protokoll, beim Aussteigen aus dem Auto auf dem Parkplatz vor seiner Schweizer Wohnung im Kanton Zürich habe er auf dem Boden den nassen Geldschein gefunden. Den 500-Euro-Schein habe er auf seiner Wohnungsheizung getrocknet. Nach der Arbeit sei er noch am selben Tag mit einem Mietauto nach Bregenz zum Spielcasino gefahren.

Hätte der Beschuldigte Verantwortung für sein Fehlverhalten übernommen, hätte ihm die Richterin eine Diversion gewährt, eine Geldbuße ohne Vorstrafe.