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Kunst auf der Burgruine

01.07.2020 • 18:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Installation des Vorarlberger Künstlers auf dem Schlossberg.                       <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span>
Die Installation des Vorarlberger Künstlers auf dem Schlossberg. Dietmar Stiplovsek

Peter Wehinger bespielt heuer die Burgruine Alt-Ems.

Kunst wärs schöner“ prangt derzeit groß auf dem Gemäuer der Burgruine Alt-Ems auf dem Hohenemser Schlossberg. Es ist eine Arbeit des 1971 in Dornbirn geborenen Künstlers Peter Wehinger, der die mittlerweile siebte Kunstinstallation auf der Ruine realisert. Auf die Frage, was denn nun schöner ohne Kunst wäre, lacht Wehinger, und meint mit einem Grinsen: „Vielleicht wäre vieles schöner ohne Kunst.“
In seiner Arbeit geht es Wehinger aber nicht darum, Antworten zu liefern, sondern vielmehr darum, Fragen aufzuwerfen und auch eine eventuell vorhandene Erwartungshaltung zu unterlaufen. „Ich wollte die Leute ein bisschen kitzeln“, sagt er. Das Werk soll Emotionen hervorrufen und niemanden kalt lassen, sondern zur Diskussion anregen.

Zahlreiche Fragen

In der Tat sind es eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten, die sich aus der Arbeit ergeben. Ist es notwendig, auf einer Ruine künstlerisch zu intervenieren, ist Kunst im öffentlichen Raum Zwangsbeglückung, oder wie würde mein Leben ohne Kunst ausschauen, sind einige von zahlreichen Fragen, die in diesem Kontext auftauchen können. Fragen, die persönlich sein können, aber auch gesellschaftliche Relevanz haben.
Formal fügt sich die Arbeit stimmig in das sonstige Schaffen des Künstlers, der an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Gunter Damisch, Monica Bonvicini und Peter Kogler studiert hat, ein. Die Reduzierung ist nämlich auch ein wesentliches Merkmal seiner Zeichnungen, für die Wehinger bekannt ist und die im Land schon mehrfach in Ausstellungen zu sehen waren.
Die Installation auf der Burg­ruine Alt-Ems ist indes bis 11. Oktober zu sehen.

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