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Verstärktes Engagement im Ausland

02.07.2020 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Philipp Schwegler/Wucher Helicopter</span>
Philipp Schwegler/Wucher Helicopter

Wucher Helicopter möchte Anteil von Auslandsaufträgen steigern.

Das Hubschrauber-Transportunternehmen Wucher Helicopter wird heuer in Georgien erstmals auch in den Sommermonaten im Skigebiet Gudauri tätig sein. Dabei geht es um diverse Transportflüge für die Installation von Lawinensprenganlagen. Das erklärte Wucher-Geschäftsführer Thomas Türtscher im wpa-Gespräch. Wucher ist seit sieben Jahren in Georgien bislang ausschließlich in den Wintermonaten vor Ort, um Heliskiing anzubieten. „Jetzt haben wir die Möglichkeit bekommen, dort ganzjährig tätig zu sein.“
So bleibe einer der drei Hubschrauber, die im Winter genutzt werden, mit einer dreiköpfigen Crew im Sommer vor Ort. Dieses Team werde jeden Monat gewechselt. Zukünftig will Wucher in den Sommermonaten in Georgien ähnlich wie hierzulande auch Flüge im Tourismusbereich, zum Beispiel Rundflüge, sowie etwa für Energieversorger anbieten. „Überall, wo in unwegsamem Gelände etwas transportiert werden muss, würden wir gerne dabei sein“, sagte Türtscher.

Ausländische Märkte

Die Ausweitung des Engagements sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund erfolgt, dass Wucher auch zukünftig noch mehr Geschäft auf ausländischen Märk­ten lukrieren wolle. Derzeit kommt das Unternehmen auf einen Auslandsanteil von bis zu 30 Prozent. So sei man etwa in Portugal in den Sommermonaten mit Löschflügen beauftragt. In der Türkei wasche man das ganze Jahr über Isolatoren von Freileitungen für einen Energieversorger. Gleichzeitig wird auch in der Türkei in den Wintermonaten Heliskiing angeboten. Nicht zum Ausland zählt man bei Wucher unterdessen Süddeutschland und Südtirol. Auch dort ist das Transportunternehmen tätig.

Zufriedenstellende Auftragslage

Im Geschäftsjahr 2019/20 (30.April) erzielte Wucher nach Angaben von Türtscher einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro. Die vorzeitige Schließung der Skigebiete und der Lockdown im März 2020 habe das Unternehmen im Bereich Heliskiing und Rettungsflüge schwer getroffen. Andererseits seien die Transportflüge in anderen Bereichen (Bauwirtschaft, Energieversorger) nie wirklich zurückgegangen. Auch jetzt könne man auf eine zufriedenstellende Auftragslage bei den Transportflügen verweisen. „Und so langsam ziehen auch die Rettungsflüge wieder an“, berichtete der Geschäftsführer.

14 Hubschrauber in der Flotte

Wucher Helicopter beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und hat neben dem Stammsitz in Ludesch eine dauerhafte Außenstation in Zell am See. Temporäre Stationen gibt es in Zürs und in St. Anton in Tirol. Derzeit zählt die Flotte 14 Hubschrauber verschiedener Hersteller.

Günther Bitschnau/wpa

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