Allgemein

Kein reiner Ort des Wissenvermittelns

09.07.2020 • 21:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zieht eine positive Bilanz: Bildungsdirektorin Marte-Stefani. <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span>
Zieht eine positive Bilanz: Bildungsdirektorin Marte-Stefani. Dietmar Stiplovsek

Drei Fragen an Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani.

1. Welche Lehren ziehen Sie aus dem Homeschooling?

Marte-Stefani: Das Thema Digitalisierung hat sicherlich einen großen Schub erhalten. Jede Lehrperson musste sich damit auseinandersetzen, über 600 Lehrpersonen haben in dieser Zeit an Online-Schulungen teilgenommen. Die Schulen haben wertvolle Erfahrungen und Entwicklungsschritte gemacht, die ihnen bei einer möglichen zweiten Welle helfen werden. Aber es braucht eine Gesamtstrategie. Schon im Herbst sollen Standards hinsichtlich Ausstattung und pädagogischen Einsatzmöglichkeiten vorliegen. Diese Krise hat aber auch gezeigt, dass Schule mehr ist als der Ort reiner Wissensvermittlung. Er ist ein sozialer Lebensraum, der das Wohlbefinden der Heranwachsenden mitbestimmt.

2 Welche Aspekte könnten künftig beibehalten werden?

Marte-Stefani: Der Umgang mit digitalen Lernangeboten und die Einbindung in den Unterricht wird uns sicher erhalten bleiben. Hier braucht es aber ein pädagogisches Konzept an jeder Schule, wie diese Tools sinnvoll im Unterricht verwendet werden. 

3 Wie wurden im Home­schooling Prüfungen durchgeführt?

Marte-Stefani: Während des Homeschoolings wurden keine Prüfungen abgehalten. Die Leistungen, die während dieser Zeit erbracht wurden, sind in die Mitarbeit eingeflossen. Mit der Wiederaufnahme des Unterrichts wurden nur mehr jene Prüfungen abgehalten, die für eine sichere Leistungsbeurteilung dringend notwendig waren.