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Fachhochschule ist “European University”

10.07.2020 • 20:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die internationale Vernetzung der Hochschulen soll gefördert werden.<span class="copyright"> Mark Rogenmoser/FHV</span>
Die internationale Vernetzung der Hochschulen soll gefördert werden. Mark Rogenmoser/FHV

Hochschulnetzwerk wurde in EU-Programm aufgenommen.

Die Fachhochschule Vorarl­berg (FHV) darf sich ab sofort „European University“ nennen. Das wurde am Freitag in einer Aussendung bekannt gegeben. Demnach hat sich die Bildungseinrichtung mit Sitz in Dornbirn gemeinsam mit insgesamt sieben anderen Hochschulen aus Portugal, Irland, den Niederlanden, Finnland und Ungarn als Netzwerk „Run-EU“ für eine Aufnahme in das Programm der Europäischen Kommission. Die Ziele der Initiative sind vielfältig. So soll die grenzüberschreitende Mobilität erhöht werden. Ebenso werden Spitzenqualität und Exzellenz in der Bildung und Forschung gefördert. Nicht zuletzt wird auch das mehrsprachige Lernen gefördert. Insgesamt gibt es 41 Netzwerke, die sich als „European University“ bezeichnen können. Insgesamt sind daran 280 Hochschuleinrichtungen aus allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union beteiligt. Das gesamte Budget für die Unterstützung der Allianzen liegt bei bis zu 287 Millionen Euro.

Regional verankert

Das „Run-EU“-Netzwerk, dem die FHV angehört, setzt sich aus Bildungseinrichtungen zusammen, die „stark regional verankert sind und gleichzeitig über nachgewiesene Erfolge und ein hohes Engagement in der Lehre und Forschung verfügen“, heißt es in der Aussendung. Ebenso hätten die Hochschulen einen gemeinsamen Hintergrund in der Zusammenarbeit mit der Industrie und lokalen Akteuren in der Lehre und Forschung. Insgesamt kommen die acht Hochschulen auf 75.830 Studierende, 8081 Mitarbeiter, 53 Fachbereiche und 97 Forschungszentren.

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Acht Hochschulen sind Teil des "Run-EU"-Netzwerks. FHV

FHV-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl zeigt sich erfreut, über die Aufnahme in das Programm der „European Universities“. Für die Fachhochschule und die gesamte Region heiße das eine noch stärkere internationale Vernetzung und Mobilität. Man habe die Chance, „die an den einzelnen Standorten vorhandene Exzellenz und Expertise zu bündeln und weiter auszubauen.

Schrankenlose Mobilität

Die Verantwortlichen des „Run-EU“-Netzwerks hätten sich hohe Ziele gesetzt, berichtet FHV-Rektorin Tanja Eiselen. „Wir möchten unter anderem die schrankenlose Mobilität von Studierenden und Lehrenden, wissenschaftlichen Fachkräften und anderen Mitarbeitenden sowie interregionale europäische Innovationszentren schaffen. Letztere sollen gemeinsame Forschungsaktivitäten mit der Industrie fördern. Weiters sollen studierendenzentrierte und flexible europäische PhD-Abschlüsse möglich sein. Genauere Informationen über die geplanten gemeinsamen Aktivitäten soll es im Frühherbst geben.

Vorzeigemodelle

Positiv bewertet auch Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) die Aufnahme der FHV in das Programm. „European Universities“ seien Vorzeigemodelle im Bereich der Lehre, Forschung und Innovation. Zudem würden diese einen wertvollen Beitrag zur Regionalentwicklung leisten. Gerade das mehrsprachige Lernen und die gemeinsame Entwicklung von Bildungs- und Forschungsprogrammen seien wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Vorarlberg.

Mehrwert für Berufslaufbahn

Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) hebt in der Aussendung hervor, dass die FHV eine von insgesamt acht europäischen Hochschulen in Österreich ist. Die Mobilität junger Menschen fördere nicht nur deren Fremdsprachenkenntnisse, sondern sei auch wichtig für die Entwicklung der Persönlichkeit und ein Mehrwert für die berufliche Laufbahn.

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