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Zusammenschluss von Banken

16.07.2020 • 20:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der neue Hauptsitz soll Rankweil sein. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Der neue Hauptsitz soll Rankweil sein. Klaus Hartinger

Fusion Rückwirkend gültig. Mitglieder stimmten zu.

Zur „Raiffeisenbank Montfort“ sind die Raiffeisenbanken Feldkirch, Rankweil und amKumma verschmolzen. Die Fusion erfolge rückwirkend per 31. Dezebmer 2019. Darüber wurde in den Generalversammlungen am 14. und 15. Juli abgestimmt, informierten die Geldinstitute in einer gemeinsamen Aussendung am Donnerstag.

Gemäß dieser entschieden sich die Mitglieder der aufnehmenden Bank, der Raiffei­senbank Feldkirch, mit 100 Prozent für die Fusion, die Mitglieder der Raiffeisenbank Rankweil und der Raiffeisenbank amKumma befürworteten den Zusammenschluss mit 100 Prozent beziehungsweise 93,94 Prozent. Die technische Verschmelzung sowie die Eintragung ins Firmenbuch soll am 25. September 2020 stattfinden.

Die sechs Vorstände: Karl Loacker, Stefan Vetter, Andreas Spiegel, Roland Marte, Klemens Heinze und Richard Erne. <span class="copyright">Raiffeisenbank</span>
Die sechs Vorstände: Karl Loacker, Stefan Vetter, Andreas Spiegel, Roland Marte, Klemens Heinze und Richard Erne. Raiffeisenbank

1,5 Milliarden Euro

Mit dieser Fusion entsteht gemäß eigenen Angaben eine der größten Banken im nationalen Raiffeisensektor und die größte Raiffeisenbank Vorarlbergs mit einer Bilanzsumme von über 1,5 Milliarden Euro. Das neue Marktgebiet umfasse zehn Gemeinden mit mehr als 80.000 Einwohnern. „Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die Mitglieder der drei Banken für einen gemeinsamen Weg entschieden haben. Damit können wir langfristig die Existenz der Genossenschaft und die regionale Autonomie sichern und unsere Marktposition nachhaltig stärken“, begründet Raiffeisenbank-Feldkirch-Vorstand Richard Erne diesen Schritt.
Für die Kunden soll sich durch den Zusammenschluss nichts ändern. Persönliche Ansprechpartner und bekannte Standorte sollen erhalten bleiben, heißt es in der Aussendung. Durch die Fusion ergebe sich jedoch der Vorteil, dass Kunden künftig ihre Bankgeschäfte ab dem 25. September in allen 14 Bankstellen der Raiffeisenbank Montfort vollumfänglich erledigen können. „Der Beratungsanspruch steigt kontinuierlich und erfordert sehr umfangreiches und komplexes Wissen. Es bedarf daher top ausgebildeter Spezialisten, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Durch die Fusion können wir unsere Stärken und unser Wissen in den einzelnen Fachbereichen bündeln und unsere Kunden in den Kompetenzzentren noch besser beraten. Außerdem ergeben sich für sie nur geringfügige administrative Veränderungen“, führt Raiffeisenbank-Rankweil-Vorstand Roland Marte aus. Über diese Veränderungen soll zeitgerecht informieren werden.

Die Verschmelzung, die offiziell mit der Eintragung ins Firmenbuch im September 2020 besiegelt sein wird, werden die drei Banken behutsam durchführen. Andreas Spiegel, Vorstand der Raiffeisenbank amKumma informiert über die nächsten Schritte: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich bereits kennengelernt. In den Abteilungen werden nun schrittweise die Arbeitsabläufe vereinheitlicht, um dann im September einen nahtlosen Übergang gewährleisten zu können. Durch die Verschmelzung ergeben sich auch neue Chancen für die Mitarbeitenden mit noch besseren Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Alle bestehenden Bankstellen bleiben erhalten.“

Hauptsitz

Die Raiffeisenbank Montfort werde ihren Hauptsitz in Rankweil haben. Das neue Vorstandsteam bilden Stefan Vetter, Richard Erne, Andreas Spiegel, sowie Klemens Heinzle. Die Direktoren der Raiffeisenbank Rankweil, Roland Marte und Karl Loacker, gehen zum Zeitpunkt der Fusion in Altersteilzeit und begleiten die Vorstände weiterhin bis zu ihrer Pensionierung.

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