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Zufrieden mit Verlauf der Kampagne

20.07.2020 • 19:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Über Social Media werden Stimmungen vermittelt.<span class="copyright"> Bregenzerwald Tourismus/Friedrich Böhringer</span>
Über Social Media werden Stimmungen vermittelt. Bregenzerwald Tourismus/Friedrich Böhringer

„#venividivorarlberg“ bereits über 4000 Mal verwendet.

Seit Mitte Mai wird im Internet und in sozialen Medien mit dem Hashtag „#venividivorarlberg“ für den Urlaub in Vorarlberg Werbung gemacht. Die Kampagne wurde von Vorarl­berg Tourismus gestartet, um das Geschäft trotz Corona-Pandemie anzukurbeln. Bisher läuft es gut, berichtet Gerald März, der bei Vorarlberg Tourismus für strategische Kommunikation und Koordination zuständig ist. Die Kampagne werde von den Menschen angenommen. Das zeige sich auch darin, dass der Hashtag bereits über 4000 Mal in Social-Media-Posts verwendet worden ist.

Auch das kulturelle Angebot wird in der Kampange thematisiert. <span class="copyright">Bodensee-Vorarlberg Tourismus/Petra Rainer</span>
Auch das kulturelle Angebot wird in der Kampange thematisiert. Bodensee-Vorarlberg Tourismus/Petra Rainer

Ziel der Kampagne sei es, die Vielfalt Vorarl­bergs aufzuzeigen. Nicht mit vorgefertigten Nachrichten, sondern indem Akteure aus dem Tourismus wie etwa Gastgeber, Fremdenführer oder eben auch Gäste ihre Eindrücke weitergeben.  Es soll dabei auch konkret über die verfügbaren Angebote informiert werden.

Schnell und dynamisch reagieren

Viele Touristiker hätten in jüngster Zeit die Vorteile von Social Media für sich entdeckt. So sei es beispielsweise möglich, schnell und dynamisch zu agieren – etwa indem man das Foto eines schönen Sonnenaufgangs teilt. Auf diese Weise könne man ein authentisches Bild der Region vermitteln.

Größerer Bodenseeraum

Gerade in der aktuellen Situation ist es nach Angaben von März hilfreich, dass ein großer Teil der Gäste im Ländle traditionellerweise aus der Ostschweiz und Süddeutschland – also dem größeren Bodenseeraum – kommt. So mancher habe diese Abhängigkeit von einem bestimmten Markt in der Vergangenheit durchaus kritisch gesehen.

Traditionelle Werbung

Zugleich spielen im Rahmen der Kampagne auch die einheimischen Urlauber eine wichtige Rolle. Immerhin seien beim Start der Initiative die Grenzen noch geschlossen gewesen. Es gehe darum, den Österreichern den Urlaub im Ländle schmackhaft zu machen. Dabei wird auch darauf gesetzt, dass so mancher Ostösterreicher Vorarlberg noch nicht kennt und den heurigen Sommer nutzen könnte, um dies zu ändern. Dafür werden nicht nur Online-Kanäle genutzt, sondern natürlich auch traditionelle Inserate in verschiedensten Medien in Österreich, aber auch im süddeutschen Raum.

Winter im Blick

Die Verantwortlichen von Vorarlberg Tourismus befassen sich aber nicht nur mit der laufenden Sommersaison. Sie bereiten sich auch schon auf den Winter vor. Schließlich wird das Coronavirus wohl auch in der kalten Jahreszeit ein wichtiges Thema sein. Zwar spiele in Vorarlberg als Urlaubsregion auch die Geselligkeit eine gewisse Rolle, aber das Thema Après-Ski sei nie als USP („unique selling point“, dt. Alleinstellungsmerkmal) genutzt worden.

„Körig“ machen

Bei der Wahl des Urlaubsortes werde im Winter vieles vom Vertrauen in die Region und die dortigen Verantwortlichen abhängen, glaubt März. Daher beschäftige man sich derzeit auch mit der Frage, wie man dies in der Werbung vermitteln könne. Zudem gehe es darum, dass auch die Gastgeber sich auf die Situation einstellen – etwa indem sie die entsprechenden Hygienemaßnahmen treffen, aber den Urlaubern auch Informationen geben können, falls diese Fragen haben. Die Gäste sollen vor und während ihres Aufenthalts das Gefühl haben, dass man es in Vorarlberg „körig“ mache.