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3,8 Millionen Euro für Kreativwirtschaft

24.07.2020 • 18:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Die Ministerin (rechts) schaute sich in der Dornbirner Postgarage um. VLK (3)

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck auf Ländle-Besuch.

Nicht zum ersten Mal war Margarete Schramböck (ÖVP), Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, am Freitag in der Postgarage am Campus V in Dornbirn zu Gast. Bereits während ihrer ersten Amtszeit sei sie schon einmal vor Ort gewesen, erzählte die Politikerin im Rahmen eines Pressegesprächs. Der zweite Besuch war jedoch nicht dem Zufall geschuldet, sondern die Location war bewusst gewählt worden. Schramböck und der Vorarlberger Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) nutzten die Gelegenheit, um ein Unterstützungspaket von insgesamt 3,8 Millionen Euro für die österreichische Kreativwirtschaft vorzustellen.

In einer Pressekonferenz wurde über die Förderungen informiert.
In einer Pressekonferenz wurde über die Förderungen informiert.

Diese stehe manchmal – so wie auch in der Diskussion um die Bewältigung der derzeitigen Krise – im Schatten anderer Branchen. Dabei sei die Kreativwirtschaft ein wichtiger Faktor in der österreichischen Unternehmenslandschaft. Immerhin sei die Branche deutlich stärker gewachsen als die Gesamtwirtschaft. Ebenso seien die über 44.000 Unternehmen mit mehr als 150.000 Beschäftigten ein bedeutender Arbeitgeber. Der Sektor habe eine große Bedeutung, denn die innovativen Leuchttürme in der Branche würden den Standort in die digitale Zukunft beamen, meinte Schramböck. Rund 22 Milliarden Euro würden jährlich erwirtschaftet, sieben Milliarden Euro alleine im Bereich Software und Gaming.

Nachfragerückgänge

Der Sektor sei eng verknüpft mit anderen Wirtschaftszweigen wie etwa dem Tourismus oder der Kultur- und Veranstaltungsbranche. Daher habe sie die Corona-Pandemie auch ähnlich hart getroffen. In einer Umfrage hätten kürzlich 80 Prozent der Kreativunternehmer von Nachfragerückgängen berichtet – weit mehr als in den übrigen Wirtschaftsbereichen. Ebenso sei das Kurzarbeitsmodell aufgrund der eher kleinteiligen Unternehmensstruktur nur bedingt eine Hilfe. Umso wichtiger sei nun die Unterstützung mit zusätzlichen Förderungen.

Es war nicht der erste Besuch von Margarete Schramböck (Bildmitte) in der Postgarage.
Es war nicht der erste Besuch von Margarete Schramböck (Bildmitte) in der Postgarage.

Drei Millionen Euro werden für Projekte ausgeschüttet, die zur Bewältigung der Krise helfen oder auch dazu dienen, die heimische Wirtschaft widerstandsfähiger zu machen. Abgewickelt wird die Unterstützung durch das Austria Wirtschaftsservice (aws). Weitere 800.000 Euro stehen für die Förderung von Workshops, Coachings, Mentorings, Co-Working-Plätze und Webinare zur Verfügung.

Hilfsfonds

Auch ein Start-up-Hilfsfonds mit 50 Millionen Euro wurde installiert. Auf diese Weise sollen innovative Unternehmer in der Anfangsphase unterstützt werden. 24 Millionen Euro seien bereits zugesagt worden, berichtete Staatssekretär Brunner. Über 120 Anträge seien bisher eingegangen.

Drei Schwerpunkte

Unterstützt wird die Kreativwirtschaft auch seitens des Landes, sagte der zuständige Landesrat Marco Tittler (ÖVP). Dabei gebe es drei Schwerpunkte. So werde der Bereich Forschung und Entwicklung gestärkt. Weiterhin gehe es darum, den Fachkräftemangel im Land weiterhin zu bekämpfen. Nicht zuletzt gebe es auch Initiativen in Sachen Digitalisierung. Beispielsweise werden die heimischen Betriebe in Sachen E-Commerce unterstützt.

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