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Spontanität und Camping sind im Trend

29.07.2020 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Camper schätzen vielfach die Freiheit, die ihre Art des Reisens bietet. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Camper schätzen vielfach die Freiheit, die ihre Art des Reisens bietet. Shutterstock

Viele nutzen heuer das Auto für Urlaubsreisen oder Ausflüge.

Vieles ist heuer aufgrund der Corona-Pandemie anders als in anderen Jahren. Auch auf den Urlaub vieler Menschen hat sich das ausgewirkt. Das spüren auch die Verantwortlichen des ÖAMTC, wie Jürgen Wagner, Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit in Vorarlberg, berichtet. So liege heuer der Campingurlaub im Trend. Zudem würden viele wegen der sich ständig verändernden Situation auf eine langfristige Planung ihrer Urlaubsreise verzichten und eher spontan entscheiden. Das Auto ist dabei ein wichtiges Transportmittel. Längere Busreisen werden laut Wagner derzeit noch nicht angeboten. Flugreisen gebe es zwar, allerdings seien diese heuer eher eine Randerscheinung. Spürbar sei auch, dass der Verkehr im Land stärker sei als sonst, da viele ihre Urlaubstage in der Heimat verbringen.

Social Distancing einfacher

Für den stärkeren Fokus auf das Camping gibt es aus Sicht des ÖAMTC-Sprechers einen einfachen Grund: „Social Distancing fällt bei einem solchen Urlaub leichter als etwa in einem Hotel. Dazu schätzen viele die Freiheiten, die man hat“, erläutert Wagner, der selbst auch Camper ist. Ebenso sei es nachvollziehbar, dass kurzfristig entschieden werde, wo man seine freien Tage verbringe. Begünstigt werde ­dies etwa durch die Tatsache, dass in vielen Regionen die Hotels nicht so gut gebucht sind. Daher sei es auch möglich, spontan ein Zimmer zu bekommen.

Jürgen Wagner leitet den Bereich Öffentlichkeitsarbeit beim ÖAMTC Vorarlberg. <span class="copyright">Hartinger</span>
Jürgen Wagner leitet den Bereich Öffentlichkeitsarbeit beim ÖAMTC Vorarlberg. Hartinger

Weiters spiele eine Rolle, dass es sich derzeit rasch ändern könne, welche Reiseländer als sicher gelten. Auch die Regelungen bezüglich der Einreise in andere Staaten oder der Rückreise seien stetigen Änderungen unterworfen. Beispielsweise gebe es Länder, bei denen man sich vor der Einreise anmelden muss. Wichtig ist es daher laut Wagner, sich über die geltenden Regelungen zu informieren. Er verweist dabei etwa auf die Homepage des ÖAMTC. Genauso finden sich natürlich auch Informationen auf der Webseite des Außenministeriums (www.bmeia.gv.at).

Verkehrsbestimmungen beachten

Für den Vorarlberger ÖAMTC-Sprecher ist jedoch auch wichtig, dass man sich für die Autofahrt in den Urlaub nicht nur über die derzeitige Situation im Zusammenhang mit Covid-19 informiert. Bei allem Fokus auf die Regelungen im Zusammenhang mit der Pandemie müssten auch die in den Urlaubsländern geltenden Verkehrsbestimmungen beachtet werden. Beispielsweise unterscheiden sich die Vorgaben, welche Gegenstände im Fahrzeug mitgeführt werden müssen, zwischen den europäischen Staaten teilweise sehr deutlich. Entsprechend sollte man sich vor Reiseantritt darüber informieren, welche Regeln auf dem Weg zum Urlaubsort gelten. Wagner erinnert auch daran, dass der Führerschein kein Reisedokument ist und somit bei einer Fahrt ins Ausland den Pass oder Personalausweis nicht ersetzt.

Welche Gegenstände mitgeführt werden müssen ist europaweit unterschiedlich. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Welche Gegenstände mitgeführt werden müssen ist europaweit unterschiedlich. Shutterstock

Durch die stärkere Nutzung des Autos für die Urlaubsreise seien nicht unbedingt steigende Unfallzahlen zu erwarten, meint der ÖAMTC-Experte: „Natürlich wird das Unfallgeschehen von den gefahrenen Kilometern beeinflusst. Die Urlaubsfahrt ist aber nicht so gefährlich. Die Masse der Unfälle passiert im Kurzstreckenbetrieb“, informiert der Experte. Die Lenker würden sich auf die Reise mit dem Pkw besser vorbereiten als bei einer schnellen Fahrt zum Einkaufen kurz vor Ladenschluss. Außerdem seien die Menschen entspannter, da sie sich etwa auf den Urlaub freuen oder bei der Rückreise eine erholsame Zeit hinter sich haben.

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