Kommentar

Harder Weg in die Stichwahl

21.08.2020 • 09:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hard ist eine jener Gemeinden, in welcher es am 13. September spannend werden könnte. ÖVP-Spitzenkandidatin Evi Mair geht als Favoritin in den ersten Wahlgang, allerdings wird sie um eine Stichwahl nicht herum kommen. Sie gilt allgemein als nette Person, was ihr von politischen Gegnern aber als Schwäche ausgelegt wird. Erste Herausforderin ist die Grüne Eva Hammerer, die zum Wahlkampfauftakt nochmals erklärte, dem Druck der Wirtschaft und der Investoren in Bezug auf das Seeufer standhalten zu wollen. Ein mehr oder minder versteckter Fingerzeig in Richtung Mair, der Hammerer aufgrund ihrer Persönlichkeit fehlendes Durchsetzungsvermögen attestiert.

Mit Martin Staudinger buhlt ein über die Grenzen Hards hinaus bekannter Politiker ebenfalls um Wählerstimmen. Jedoch hat die SPÖ nicht wirklich eine Basis in der Marktgemeinde. Da eine Bürgermeisterwahl aber eine Persönlichkeitswahl ist, rechnet sich Staudinger aufgrund seiner Bekanntheit durchaus Chancen aus. Für einen Platz in der Stichwahl müsste er aber sowohl an Hammerer als auch Urgestein Toni Weber vorbei, was nur schwer vorstellbar ist. Zumal sich der SPÖ-Landesparteichef noch nicht lange in seiner Heimatgemeinde politisch engagiert. Aus diesem Grund wird es wohl auf eine Stichwahl zwischen Amtsinhaberin Evi Mair und Eva Hammerer hinauslaufen.

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