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Reiserückkehrer im Test-Fokus

26.08.2020 • 20:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Corona-Test. <span class="copyright">Hartinger</span>
Corona-Test. Hartinger

Land ruft Betriebe zu möglichst frühzeitigen Corona-Tests auf.

So wie in anderen Bundesländern werden auch in Vorarlberg täglich Neuinfektionen gemeldet. Mit Stand Mittwoch, 16.30 Uhr waren 58 aktiv positiv getestete Personen bekannt. Drei Neuinfizierte kamen seit Dienstag dazu, zwei davon sind auf Reiserückkehrende aus Kroatien zurückzuführen, die keine Symptome aufwiesen, sich aber testen haben lassen. Vor dem Hintergrund anhaltender Neuinfektionen sollen die fortlaufenden Testungen jetzt noch einmal verstärkt worden. Betriebe werden zum einen organisatorisch mit Sammelrechnungen für Testungen von Personen ohne Symptome unterstützt, zum anderen werden Screening-Testungen für ausgewählte Bereiche angeboten. Laut einer Aussendung der Landeskorrespondenz sollen Vorarlberger Betriebe und Beschäftigte möglichst von beiden Möglichkeiten Gebrauch machen. „Screening- und Testangebote nutzen, Neuinfektionen stoppen“, lautet der gemeinsame Appell von Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler.

Landesrätin Martina Rüscher. <span class="copyright">Steurer</span>
Landesrätin Martina Rüscher. Steurer

Gefahr Auslandsreisen

Rüscher weist auf den Umstand hin, dass viele Corona-Neuinfektionen in Vorarlberg mit Auslandsreisen in Verbindung zu bringen sind. „Mehr als zwei Drittel stehen im Zusammenhang mit Reiserückkehrern.“ Um zu verhindern, dass die mitunter schwerwiegende Erkrankung in die heimischen Betriebe getragen wird, ruft die Landesregierung Betriebe und Beschäftigte neuerlich dazu auf, das Testangebot zu nutzen.
„Die Vermeidung eines starken Anstiegs der Neuinfektionen muss unser gemeinsames Ziel sein, um weitergehende Beschränkungen zu verhindern“, betont Landesrat Marco Tittler. Besonders nach Urlaubsreisen sei bei der Rückkehr in die Betriebe allergrößte Vorsicht geboten. Das Testungsangebot auch für symptomfreie Reiserückkehrende stelle eine sehr gute Möglichkeit dar, um für alle Seiten ein hohes Maß an Sicherheit zu erreichen. Tittler möchte die Betriebe „daher ausdrücklich einladen, diese Möglichkeit zu nutzen“. Eine frühzeitige Testung könne die Absonderung einer weit größeren Zahl an Kontaktpersonen in weiterer Folge vermeiden.

Firmen mit erhöhtem Risiko

Im Mittelpunkt des Screening-Programms stehen Unternehmen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen wie etwa Leiharbeiterfirmen, Großbäckereien, Fleischverarbeitungsbetriebe, Landwirtschaftliche Betriebe mit Saisonarbeitskräften sowie Baustellenbereiche mit Leasingarbeitskräften. Zudem gilt dieses Angebot für Betriebe und Organisationen, die auf Grund spezieller Wohnverhältnisse und Unterkünfte ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen. Das Land nennt hier insbesondere größere Gemeinschaftsunterkünfte, wie Wohnheime für Leasingarbeiter sowie Asyl- und Wohnungsloseneinrichtungen.